„Automotive Cyber Security – Consumer Attitudes“

 

    • Studie des Center of Automotive Management in Kooperation mit Cisco zu Einstellungen und Erwartungen von AutofahrerInnen in Deutschland in Bezug auf die Cybersicherheit von Fahrzeugen

    • 77 Prozent sehen Cybersicherheit im Fahrzeug als ein wichtiges Thema, um das sich die Fahrzeughersteller kĂŒmmern sollten

    • AutofahrerInnen sind sich zunehmend der Bedeutung der Cybersicherheit fĂŒr ihre Fahrzeugsicherheit bewusst: 42 Prozent machen sich Sorgen ĂŒber Cyberangriffe auf ihr Fahrzeug, und 40 Prozent sehen vernetzte Fahrzeuge mit Software-Updates als Bedrohung an. 

    • Mercedes, BMW und VW bekommen bei QualitĂ€t der Cybersicherheit und Datenschutz das grĂ¶ĂŸte Vertrauen, chinesische Hersteller ganz hinten

    • FĂŒr 34 Prozent ist Cybersecurity ein wichtiges Kaufkriterium

Viele AutofahrerInnen denken, dass vernetzte Fahrzeuge Sicherheitsrisiken mit sich bringen. Zu diesem Ergebnis gelangt die neue Studie „Automotive Cyber Security – Consumer Attitudes“, erstellt vom Center of Automotive Management (CAM) in Kooperation mit Cisco. 42 Prozent der AutofahrerInnen sind besorgt ĂŒber einen Cyberangriff auf ihr Fahrzeug, 40 Prozent sehen dabei Software-Updates als potenzielle Gefahr. 77 Prozent empfinden Cybersicherheit als wichtiges Thema, um das sich die Hersteller kĂŒmmern sollen.

Cybersecurity ist inzwischen auch fĂŒr AutofahrerInnen ein zentrales Thema geworden, das zeigt die Studie „Automotive Cyber Security – Consumer Attitudes“, die vom Center of Automotive Management (CAM) in Kooperation mit Cisco erstellt wurde. Ein zentrales Ergebnis: 77 Prozent der befragten AutofahrerInnen empfinden Cybersicherheit als ein wichtiges Thema, um das sich die Fahrzeughersteller kĂŒmmern sollten. 42 Prozent sind sehr besorgt oder besorgt ĂŒber einen Cyberangriff auf ihr Fahrzeug.

Als besonders kritisch sehen die UmfrageteilnehmerInnen ganz konkret die Manipulation von digitalen SchlĂŒsselsystemen (46 Prozent bewerten das Risiko als hoch oder sehr hoch). Es folgen der Diebstahl persönlicher Daten (41 Prozent) und die Gefahr der Manipulation von Fahrzeugfunktionen und Sicherheitssystemen (35 Prozent). Bei jĂŒngeren FahrerInnen sind die RisikoeinschĂ€tzungen noch einmal etwas höher, bei Elektroauto-FahrerInnen (BEV) sind die Werte deutlich niedriger.

„Das Thema Cybersicherheit ist endgĂŒltig im Automobilmarkt angekommen“, sagt Studienleiter Prof. Dr. Stefan Bratzel vom Center of Automotive Management (CAM). „FĂŒr AutofahrerInnen ist Cybersicherheit ein vielschichtiges Thema, das mit ganz konkreten Sorgen einhergeht. Hier gibt es viel zu tun fĂŒr die Hersteller.“

„Mit der zunehmenden Vernetzung und Automatisierung von Fahrzeugen verschĂ€rfen sich die Gefahren und Risiken durch Hacker-Angriffe. Die Nutzung von Online-Diensten, Streaming Apps, das Laden von Elektroautos oder etwa Bezahlsysteme im Auto schaffen immer neue potenzielle AngriffsflĂ€chen fĂŒr Hacker“, so Christian Korff, Mitglied der GeschĂ€ftsfĂŒhrung bei Cisco Deutschland.

„Cyberangreifer gehen inzwischen Ă€ußerst professionell vor. Rund um den Bereich “Automotive” hat sich eine eigene Hacker-Industrie entwickelt, die hochgradig arbeitsteilig und skruppellos agiert. In komplexen IT-Systemen der Fharzeugbranchen haben Angreifer gute Chancen, SicherheitslĂŒcken zu finden,” ergĂ€nzt Holger Unterbrink, Technical Leader bei Cisco Talos Intelligence Group – einem der vertrauenswĂŒrdigsten Forschungsteams fĂŒr Bedrohungsdaten auf der ganzen Welt.

 

Mercedes, BMW und VW: GrĂ¶ĂŸtes Vertrauen in QualitĂ€t der Cybersecurity

Im Mittel beurteilen nur 22 Prozent der AutofahrerInnen die QualitĂ€t der Cyber-Sicherheit von Fahrzeugen der Automobilhersteller als „gut“ oder „sehr gut“. Dabei sehen die Befragten allerdings große Unterschiede zwischen den untersuchten 19 Marken. Das grĂ¶ĂŸte Vertrauen in die QualitĂ€t der Cybersecurity legen die Befragten in heimische Fahrzeughersteller wie Mercedes-Benz (54 Prozent) und BMW (51 Prozent) und auch VW (44 Prozent). Tesla belegt mit 40 Prozent Zustimmung Platz sechs in der Wertung. Die chinesischen Marken – MG (26 Prozent), BYD (29 Prozent) und NIO (25 Prozent) – landen auf den letzten PlĂ€tzen. Auch hier sind die jĂŒngeren AutofahrerInnen etwas positiver in ihren Urteilen.

 

 

Ein IT-sicheres Fahrzeug ist den Deutschen so wichtig, dass dieser Aspekt grundsĂ€tzlich sogar ihre Kaufentscheidung beeinflusst, wie 34 Prozent der Befragten sagen. FĂŒr 37 Prozent der Befragten spielen Sicherheitsaspekte bei Elektroautos eine so große Rolle, dass sie sich gegen den Kauf eines Elektroautos entscheiden wĂŒrden, da sie Risiken beim Laden an öffentlichen Ladestationen befĂŒrchten. TatsĂ€chlich, so die Ergebnisse der Studie „Automotive Cyber Security“ von CAM und Cisco aus diesem FrĂŒhjahr, weist die E-Auto-Ladeinfrastruktur SicherheitslĂŒcken auf und Hacker-Angriffe nehmen zu.

„Das Vertrauen von EndkundInnen in Automarken wird kĂŒnftig daran gemessen, wie sie mit Cyber Security umgehen und Angriffe von außen verhindern. Es existiert heute eine starke Diskrepanz zwischen einer steigenden Zahl an Cyber-Angriffen auf vernetzte Autos und der geringen Kommunikation und Transparenz der Automobilhersteller zum Thema Cyber Security“, sagt Prof. Dr. Stefan Bratzel. „Die Fallhöhe der deutschen Marken ist jetzt natĂŒrlich am höchsten: Sollten die Erwartungen in Cybersicherheit an sie nicht erfĂŒllt werden, entfĂ€llt ein wichtiges Kaufkriterium und Kunden könnten auch andere Marken stĂ€rker in Betracht ziehen.“

 

Weitere Ergebnisse: Zocken und zahlen im Auto – Die AngriffsflĂ€che wĂ€chst

Zu den am meisten genutzten Online-Diensten zĂ€hlen die Smartphone-Kopplung (46 Prozent) und Verkehrsdaten fĂŒr Navigationsdienste (39 Prozent). 20 Prozent der AutofahrerInnen verwenden regelmĂ€ĂŸig Smartphone-Apps eines Fahrzeugherstellers, beispielsweise zur Fernsteuerung von Fahrzeugfunktionen. Allerdings setzen viele bisher nur einen Bruchteil der verfĂŒgbaren Connectivity-Features in ihren Fahrzeugen ein. Funktionen wie Video-Streaming, Bezahlsysteme oder Online-Spiele im Multimedia-System des Fahrzeugs nutzt die Mehrheit der FahrerInnen nicht. Die JĂŒngeren (18 bis 34 Jahre) bilden eine Ausnahme: Hier macht der Anteil der IntensivnutzerInnen bereits ein Drittel aus, wĂ€hrend er insgesamt bei 20 Prozent liegt. Audio- und Video-Streaming sowie Online-Spiele nutzen sie etwa doppelt so hĂ€ufig – wahrscheinlich aber auch nur als BeifahrerInnen. Zudem greifen jĂŒngere FahrerInnen deutlich hĂ€ufiger auf Bezahlsysteme im Fahrzeug zurĂŒck.

 

Sehr unterschiedlich ist das Nutzungsverhalten auch nach Automarken: AuffĂ€llig ist die deutlich ĂŒberdurchschnittliche Nutzung von Online-Diensten der FahrerInnen der Premiumhersteller BMW und Audi. Bei Mercedes-FahrerInnen ist die Nutzung der Online-Dienste dagegen noch deutlich geringer. Spitzenreiter der Online-Nutzung sind Tesla-FahrerInnen. Bei FahrerInnen von Volumen-Herstellern spielt vor allem die Smartphone-Kopplung (z.B. Android Auto/ Apple-Carplay) eine wichtige Rolle. Ansonsten ist die Nutzungsrate der Dienste bei fast allen Volumenmarken deutlich niedriger.

 

Datenschutz und Regulierung – FahrerInnen mit klaren WĂŒnschen an Hersteller und Politik

Je mehr vernetzte Dienste im Auto im Einsatz sind, desto mehr Daten werden ausgetauscht. Beim Thema Vertrauen in Sachen Datenschutz zeigen sich Ă€hnliche Ergebnisse wie bei der QualitĂ€tseinschĂ€tzung der Cybersicherheit: Am meisten Vertrauen in die GewĂ€hrleistung des Datenschutzes genießt Mercedes, denen 39 Prozent ein „hohes oder sehr hohes Vertrauen“ attestieren, gefolgt von BMW (37 Prozent) und VW (32 Prozent). Die drei chinesischen Marken MG (17 Prozent), BYD (16 Prozent) und NIO (16 Prozent) belegen erneut die letzten PlĂ€tze. FĂŒr chinesische Automobilhersteller in Deutschland könnte sich hier ein Problem auftun: 43 Prozent der Befragten geben an, dass die Datensicherheit schon heute ein Ausschlusskriterium fĂŒr den Kauf eines Fahrzeugs aus China ist. Nur 22 Prozent haben dagegen keinerlei Datensicherheitsbedenken beim Kauf eines Autos einer chinesischen Marke.

 

 

Wenn es darum geht, wie grĂ¶ĂŸeres Vertrauen in die Sicherheit vernetzter Fahrzeuge ermöglicht werden soll, haben die AutofahrerInnen klare Vorstellungen. Gerichtet an die Hersteller erwarten sie vor allem eine stĂ€rkere VerschlĂŒsselung der Daten (56%) und regelmĂ€ĂŸige Software-Updates (52%). Auch transparente Informationen ĂŒber Sicherheitsmaßnahmen sind wichtig (48%). Vom Gesetzgeber erwarten die Befragten andere Schwerpunkte. Folgende Maßnahmen werden besonders gefordert: Automobilhersteller sollten verpflichtet werden, Cyber-VorfĂ€lle zu veröffentlichen (62 %), Transparenzpflicht zur Verwendung von Kundendaten (60 %) und ein Verbot der Nutzung von Informationen wie Fahrzielen oder Geschwindigkeit durch die Hersteller (59 %).

„Automobilhersteller sind Cyberangriffen nicht hilflos ausgeliefert. Im Gegenteil, es gibt viele konkrete Maßnahmen, die sie ergreifen können und die AutofahrerInnen auch erwarten“, resĂŒmiert Christian Korff. „Eine hohe VerschlĂŒsselung ist heutzutage technisch leicht umzusetzen – egal ob fĂŒr das Öffnen des Fahrzeuges oder die Videokonferenz im Auto.“

 

Über die Studie

Die Studie „Automotive Cyber Security– Consumer Attitudes: Einstellungen und Erwartungen von AutofahrerInnen in Deutschland in Bezug auf die Cybersicherheit von Fahrzeugen“ wurde vom Center of Automotive Management (CAM) in Kooperation mit Cisco verfasst. Auf Basis einer reprĂ€sentativen Befragung wurde untersucht, wie die Autofahrerinnen und Autofahrer in Deutschland das Thema Cyber Security und mögliche Gefahren und Risiken von Hacker-Angriffen auf Fahrzeuge einschĂ€tzen und wie hoch vor dem Hintergrund des derzeitigen Nutzungsverhaltens von Online-Diensten das Vertrauen in die QualitĂ€t der Cyber-Sicherheit der Fahrzeuge von Automobilherstellern ist. Die Befragung wurde online im Juli 2024 in Deutschland unter 1.149 Probanden durchgefĂŒhrt, die einen FĂŒhrerschein sowie einen PKW im Haushalt haben und diesen nutzen. Die Umfrage wurde von YouGov im Auftrag des Center of Automotive Management durchgefĂŒhrt und basiert auf Online-Interviews mit Mitgliedern des YouGov Panel Deutschland. Die Stichprobe ist reprĂ€sentativ fĂŒr AutofahrerInnen hinsichtlich ihres Alters (ab 18 Jahren), Geschlechts und der Region in Deutschland, in der sie wohnen.

 

Über das CAM
Das Center of Automotive Management (CAM) ist ein unabhĂ€ngiges, wissenschaftliches Institut fĂŒr empirische Automobil- und MobilitĂ€tsforschung sowie fĂŒr strategische Beratung an der Fachhoch- schule der Wirtschaft (FHDW) in Bergisch Gladbach. Das CAM fokussiert seine Forschungen auf die Innovationstrends und Erfolgsfaktoren in den Zukunftsfeldern der ElektromobilitĂ€t, des Software-definierten Fahrzeugs, des autonomen Fahrens und der MobilitĂ€tsdienstleistungen. Auf Basis eines fundierten Branchen-Know-hows und umfangreicher Datenbanken, insbesondere zu fahrzeugtechnischen Innovationen der globalen Automobilindustrie sowie zu Mobility Services, erarbeitet das Auto-Institut individuelle Marktforschungskonzepte und praxisorientierte Lösungen fĂŒr seine Kunden aus der Automobil- und MobilitĂ€tswirtschaft

 

 

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Ranking der innovationsstÀrksten Premium-Automobilmarken 2024

Mercedes-Benz wird innovativste Premiummarke, wozu auch die Mercedes-Benz E-Klasse als innovativstes Modell 2024 beitrÀgt. Chinesische Premium-Marken erreichen Rekordwerte bei der InnovationsstÀrke.

Die deutschen Premiumautomobilhersteller Mercedes, BMW und Audi waren in punkto Innovation ĂŒber viele Jahre völlig unangefochten. Vor 10 Jahren hat Tesla die Phalanx der Hersteller aus Deutschland mit Innovationen vor allem aus den Bereichen Elektroantrieb und Connected Car durchbrochen. Nunmehr werden zusĂ€tzlich auch chinesische Automobilhersteller im Premiumbereich immer innovativer: In den Top-10 der innovationsstĂ€rksten Premiummarken befinden sich erstmals sechs chinesische Marken, darunter Xpeng und Nio bereits auf Rang drei und vier.

Mercedes-Benz landet im Ranking der innovationstÀrksten Premiumhersteller auf Rang 1 mit 90 Indexpunkten (IP) und erringt den AutomotiveINNOVATIONS Award 2024. Knapp dahinter folgt die Marke BMW (88 IP). Fast gleichauf rangiert mit Xpeng (86 IP) erstmals ein chinesischer Hersteller auf Rang 3.

Hierzu Studienleiter Stefan Bratzel: „Die deutschen Automobilhersteller mĂŒssen sich kĂŒnftig auch im Premiumsegment auf einen verstĂ€rkten Wettbewerb mit chinesischen Premiummarken einstellen. Die InnovationsstĂ€rke chinesischer Hersteller im Premiumsegment steigt seit Jahren und erreicht im zurĂŒckliegenden Jahr Rekordwerte. Allerdings lassen die deutschen Premiummarken Mercedes und BMW nicht nach und liegen aktuell im Innovationswettbewerb noch vorn. Dagegen fallen Tesla und Audi im Ranking derzeit deutlich zurĂŒck.“

Insgesamt wurden 359 Innovationen (Serie*) von insgesamt 27 Premium-Automobilmarken in den Technologiefeldern Electric Drive, Autonomous Driving & ADAS sowie Infotainment & Connectivity bewertet. DarĂŒber hinaus indizieren weitere 124 Vorserien-Innovationen bzw. Studien der Premiummarken die Entwicklungstendenzen der Automobilhersteller in der Folgezeit. Die Entscheidungsgrundlage fĂŒr die AutomotiveINNOVATIONS Awards bildet der jĂ€hrlich neu aufgelegte AutomotiveINNOVATIONS Report auf Basis der Innovationsdatenbank des Center of Automotive Management. Seit 2005 erhebt das CAM unter der Leitung von Prof. Dr. Stefan Bratzel die Produktinnovationen von globalen Automobilkonzernen und bewertet diese nach quantitativen und qualitativen Kriterien. In die wissenschaftliche Evaluation fließen Kriterien wie Reifegrad, OriginalitĂ€t, Kundennutzen und der Innovationsgrad ein.

Abbildung 1: InnovationsstÀrke* und Innovationsanzahl der Premiummarken 2024 (Marken-Ebene, Top 20)

Quelle: CAM

Mercedes-Benz punktet mit einer breiten Innovationsleistung auf hohem Niveau in verschiedenen Technologiefeldern, insbesondere bei den „Plug-In-Hybriden“ sowie bei „Connectivity“ und „Interieur“. Knapp 60 Prozent der InnovationsstĂ€rke von Mercedes-Benz stammt aus diesen drei Bereichen. Hervorzuheben sind Weltneuheiten wie das Anti-Reisekrankheit-Programm, das im Rahmen des „Energizing-Comfort“ -Systems Beifahrern dabei hilft, Symptome zu mildern oder zumindest ihr Eintreten zu verzögern. Aber auch im Elektroantriebs-Bereich punktet Mercedes-Benz deutlich mit Innovationen im Bereich der Reichweitenoptimierung (MB E 300 e PHEV: zweithöchste elektrischen Reichweite im Segment) und dem niedrigsten Verbrauch in den jeweiligen Segmenten (MB GLE 350 de PHEV, MB E 300 e PHEV).

Mercedes-Benz ist auch langfristig betrachtet die erfolgreichste Premiummarke im Ranking. Mit einer kumulierten InnovationsstĂ€rke von 871 Indexpunkten* im Zeitraum 2016 bis 2024 liegt Mercedes-Benz klar vor BMW (570 IP) und Tesla (472 IP). Einen großen Anteil daran haben die – hoch bewerteten – weltneuen Innovationen, von denen Mercedes im genannten Zeitraum mit 159 Neuerungen fast doppelt so viele wie der Zweitplatzierte BMW (84) aufweist.

Unter den aktuellen Top-10 sind mit Xpeng, Nio, Zeekr, IM Motors, Denza und Hyper die chinesischen Marken mittlerweile in der Überzahl. Noch 2022 befand sich mit Wey (Great Wall-Konzern) nur eine chinesische Premiummarken unter den besten zehn, 2023 waren es mit Rising Auto, Wey, Zeekr, Arcfox und Nio bereits fĂŒnf. Dagegen kommt Tesla nach Rang drei bzw. Rang zwei in den Vorjahren im aktuellen Jahr nur noch auf den 6. Platz.

Die innovationsstĂ€rksten Modelle – Mercedes-Benz E-Klasse vor Xpeng X9

Erneut kann Mercedes-Benz wie in den drei Jahren zuvor die wichtige Kategorie des innovationsstĂ€rksten Modells fĂŒr sich entscheiden (vgl. Abb. 2).

Abbildung 2: InnovationsstÀrke* der Modelle 2024 (Top 10)

Quelle: www.automotiveinnovations.de

 â€žDie neue E-Klasse hat mit ihren 19 Innovationen maßgeblich zum guten Abschneiden der gesamten Marke Mercedes-Benz beigetragen, etwa die HĂ€lfte der Innovations-Indexpunkte der gesamten Marke entfallen aktuell auf diese Baureihe“, analysiert Stefan Bratzel. Den Status der E-Klasse als besonders komfortables Modell unterstreichen viele Interieur- und Well-Being-Innovationen, etwa der „Energizing Coach“ – eine vernetzte Vitalzeichenerkennung. Aber auch die neue Plug-In-Hybrid-Version der Baureihe 214 gehört in den drei Disziplinen Verbrauch, Ladeleistung und Reichweite zu den InnovationsfĂŒhrern in ihrem Segment.

Auf Rang zwei der innovationsstĂ€rksten Modelle folgt mit dem Elektro-Van Xpeng X9 erstmals ein Modell einer chinesischen Marke. HierfĂŒr genĂŒgen Xpeng nur neun Innovationen, vor allem Weltneuheiten im Van-Segment im Bereich der Fahrerassistenzsysteme. Den dritten Podiumsplatz kann Mini mit dem neuen Kleinwagen Cooper belegen, der auch als E-Fahrzeug verfĂŒgbar ist.

Übergabe des AutomotiveINNOVATIONS Award 2024 von Prof. Dr. Stefan Bratzel (Direktor des CAM) an Markus SchĂ€fer (Entwicklungs-Vorstand Mercedes-Benz)

Automotive Cyber Security – Whitepaper (engl. version)

CAM study on „Automotive Cyber ​​Security“ in cooperation with Cisco
👉 The importance of cyber security is increasing with the digitization and networking of vehicles, electromobility and autonomous driving
👉More and more cyber attacks on vehicles and companies are constantly increasing the risk situation
👉Comprehensive cyber security strategies are necessary today, but are not being implemented everywhere

„Automotive cyber security must be tackled with a holistic approach as the industry’s top priority,“ says study director Stefan Bratzel: „It’s about building and strengthening a kind of immune system for the car ecosystem.“

„For automotive companies, the issue of cyber security is crucial to success,“ adds Christian Korff, Managing Director Global Accounts and member of the management board of Cisco Germany and commissioner of the study. „The automotive industry is a cornerstone of our German economy. We cannot afford to be vulnerable in the cyber area. Only those who provide secure vehicles and services at all levels will retain the trust of customers.“

Press release

With the increasing networking and digitization of cars, production and logistics, the risk of cyber attacks on the automotive industry is increasing. In a comprehensive analysis, the various attack vectors were systematically analyzed. In the case of connected vehicles alone, there are 12 different attack areas, in which there are potentially several entry points.

The list also shows that cyber attacks in the automotive industry are not limited to large, established manufacturers, but are increasingly affecting supplier companies, automobile dealers and other players along the value chain. An analysis of 52 significant security incidents between January and June 2022 shows that around two thirds (67%) mainly affected automotive suppliers. The complex supply chain is considered a major vulnerability and offers central attack points that are exploited with a high degree of probability and often with great damage.

„The cyber threat situation for the automotive industry has increased continuously in recent years. With the spread of software-defined vehicles, electromobility, autonomous driving and the connected supply chain, cyber risks are increasing further. A professional cyber security strategy by companies is becoming increasingly important as an essential hygiene factor in the automotive industry,“ explains study director Prof. Dr. Stefan Bratzel from the Center of Automotive Management (CAM). „However, companies differ considerably in terms of the quality of conception and implementation. A high level of cyber security performance increases resilience to the increasing number of cyber attacks and enables rapid detection and appropriate response to corresponding incidents.“

Connected cars & services lead to more attack vectors

Customer requests for connected cars and connected services create enormous competitive pressure, which sometimes pushes security aspects into the background. In addition, the implementation of automotive cyber security is very complex: it covers the entire product life cycle of the vehicle, from development to production and vehicle use. Security must be ensured in a complex value chain with distributed responsibility in the large supplier and partner network.

This is also required by new regulatory requirements for cyber security in motor vehicles such as UN R155 (15) and EU Regulation 2018/858. From July 2022, they have been mandatory for manufacturers in the EU to implement them for all new vehicle types and from July 2024 also for all existing vehicle types.

„For automotive companies, the issue of cyber security will be crucial to success,“ adds Christian Korff, Managing Director Global Accounts and member of the management board of Cisco Germany and commissioner of the study. „The automotive industry is a cornerstone of our German economy. We cannot afford to be vulnerable in the cyber area. Only those who provide secure vehicles and services at all levels will retain the trust of customers.“

Cyber ​​attacks are increasing

A meta-analysis of cyber attacks on vehicles and companies in the automotive industry carried out as part of the study reveals the sharply increasing risks. The evaluations of the previous points of attack on the cyber security of the international automotive industry show that the quantity and quality of attacks has increased considerably in recent years. They affect the entire automotive industry, as recent examples from 2022 and 2023 show:

  • After a supplier of plastic parts and electronic components was hit by a suspected cyber attack, Toyota had to temporarily suspend operations at its Japanese factories in February 2022 and was unable to build around 13,000 cars as planned.
  • US manufacturer General Motors announced that it was the victim of a cyber attack in April 2022 in which some customer data was exposed and hackers were able to redeem reward points for gift cards.
  • Supplier Continental was also targeted by cyber criminals. An investigation into the incident in summer 2022 revealed that the attackers were able to steal some data from affected IT systems despite established security precautions.
  • In March 2023, a cyber attack on Tesla was reported in which hackers were able to remotely dial into a vehicle and perform various functions. These included honking the horn, opening the trunk, turning on the low beam and manipulating the infotainment system.
  • Software vulnerabilities in the multimodal mobility app Moovit meant that in August 2023, security researchers were able to intercept numerous registration data from various user accounts and exploit them for free rides.

„The increasing networking also means that the automotive industry offers many opportunities for professional cyber attackers to attack – whether in the car itself, in production or in the complex logistics chains,“ explains Holger Unterbrink, Technical Leader at Cisco Talos – one of the largest commercial threat research units in the world. „Attackers today act extremely professionally. They look for poorly secured access in complex IT environments at companies with a high reputation and high cash reserves. The automotive industry is a worthwhile target. I expect cyber attacks to continue to increase in the coming years.“

In a „deep dive“ into electromobility, the study found that the charging infrastructure for electric vehicles is one of the areas at particular risk. The charging ecosystem is extremely complex due to its various market participants and basically offers many points of attack for cyber criminals. Overall, the analysis of cyber attacks shows that awareness of the dangers and risks in the industry is still significantly underdeveloped.

Big differences in status

Achieving a high level of cyber security performance in automotive companies therefore requires great effort and must be continuously monitored. The companies located at different value creation levels and stages in the industry differ considerably in terms of the quality of the design and implementation of cyber security programs. They are still at a low level, especially for many suppliers and service providers. However, as the supply chain becomes increasingly networked and automated, the attack surface increases. Malware can spread from a supplier’s internal systems to service provider networks and even the corporate networks of automobile manufacturers.

The study proposes a model for the empirical evaluation of the cyber security performance of automotive companies. The 4C model combines relevant performance criteria of cyber security in four dimensions: competencies, cooperations, culture & organization, and cyber strategy. According to the study authors, meeting the associated criteria is an important prerequisite for high performance quality of cyber security and thus the long-term success of companies.

The study can be downloaded free of charge here.

Marktpositionierung der globalen Automobilhersteller in den WeltmÀrkten

Die globale Marktpositionierung der Automobilhersteller zeigt dynamische MarktverÀnderungen mit einer zunehmenden Dominanz von China. Chinesische OEMs steigern ihre Marktanteile im Heimatmarkt und nehmen zunehmend internationale MÀrkte in den Fokus.

  • Die höchsten weltweiten Wachstumsraten zum Vorjahr weisen im Vergleich der 30 untersuchten Automobilgruppen die chinesischen Automobilhersteller BYD (62%), Chery (52%) und GAC (38%) auf.
  • BYD schafft es als erster chinesischer OEM in die Top 10 der volumenstĂ€rksten globalen Autokonzerne (3,0 Mio.) und kann den Marktanteil in China von 2019 bis 2023 von 2,1 auf 12,5% erhöhen, wobei der Elektroautobauer bereits 10% seiner VerkĂ€ufe im Ausland realisiert.
  • Der chinesische MarktfĂŒhrer VW Group verliert dagegen im gleichen Zeitraum in China rund 5% seines Marktanteils, der nur noch bei 14,9% liegt.
  • Die deutschen Premiumhersteller BMW und Mercedes können ihre Marktanteile seit 2019 dagegen noch leicht auf 3,8 bzw. 3,4% erhöhen.
  • Die Marktrelevanz, d.h. Bedeutung des chinesischen Marktes an den GesamtabsĂ€tzen, liegt bei Volkswagen und Mercedes bei 36% und bei BMW bei 32%.

Das sind einige der zentralen Ergebnisse der exklusiven Marktpositionierungsmatrix© des Center of Automotive Management (CAM) in Kooperation mit Cisco und Automobilproduktion[1], die mittels zentraler KPIs eine aktuelle Übersicht ĂŒber die StĂ€rke („Marktanteil“, „Absatzwachstum“) und AbhĂ€ngigkeiten („OEM-Marktrelevanz“) globaler Automobilhersteller in den wichtigsten AutomobilmĂ€rkten China, USA, Europa, Japan, Brasilien und Indien bereitstellt (vgl. Abb. 1; Download hier).

Die Fokussierung vieler Automobilhersteller auf wenige Kernregionen (insbesondere China) ist zunehmend kritisch. Angesichts der technologischen Transformation und einer damit verbundenen WettbewerbsintensitĂ€t sowie geopolitischer Spannungen ist die Aufrechterhaltung der jahrelangen Absatzerfolge immer schwerer zu realisieren. Der globale Automobilmarkt konnte sich im vergangenen Jahr 2023 von den krisengeplagten Vorjahren zumindest temporĂ€r erholen. So verzeichneten die 30 grĂ¶ĂŸten Automobilkonzerne ein Absatzplus von 9,9% im Vergleich zu 2022 auf rund 81,8 Mio. Pkw und leichte Nutzfahrzeuge und befindet sich erstmals wieder auf dem Vorkrisenniveau von 2018.

Abbildung 1: Marktpositionierung globaler Automobilhersteller (2023)

Quelle: CAM

Jenseits der globalen Marktperspektive deckt ein Blick auf die Wettbewerbspositionierung fĂŒhrender Automobilhersteller in den relevanten Absatzregionen unterschiedliche strategische Ausgangspositionen auf, die mit Chancen und Risiken verbunden sind:

  • Toyota ist, gemessen am abgesetzten Fahrzeugvolumen, der grĂ¶ĂŸte Automobilhersteller der Welt und verkaufte im Gesamtjahr 2023 mit seinen Marken Toyota, Lexus und Daihatsu weltweit 11,1 Mio. Einheiten (+7,4%). Wesentliche Teile des Wachstums wurden auf dem japanischen Heimatmarkt erzielt. Dort stieg der Absatz um 27,5% auf etwas ĂŒber 1,9 Mio. Autos, was einem Marktanteil von 47,6% entspricht. StĂ€rker zulegen konnte der Volumenhersteller nur in Indien mit einem Plus von 45,5% auf 233 Tsd. Fahrzeuge. Auf dem Hauptabsatzmarkt USA muss sich Toyota mit 2,2 Mio. Einheiten (+2,5%) deutlich dem MarktfĂŒhrer General Motors (2,6 Mio., +14,1%) geschlagen geben. GrĂ¶ĂŸere Sorgen macht jedoch der wichtige Markt China: Nach dem Absatzrekord im Jahr 2022 reduzieren sich die VerkĂ€ufe entgegen dem Markttrend um 3,8% auf 1,7 Mio. Einheiten. UrsĂ€chlich hierfĂŒr dĂŒrften vor allem das unausgereifte und nicht wettbewerbsfĂ€hige Angebot an New Energy Vehicles (NEV) sein.
  • Die VW Group reiht sich mit einem Absatz von rund 8,9 Mio. Pkw und leichten Nutzfahrzeugen sowie einem Weltmarktanteil von 10,9% als zweitgrĂ¶ĂŸter Automobilhersteller ein. Auch wenn das absolute Verkaufsvolumen nur noch eine nachrangige Bedeutung im Konzern einnimmt, steigt der Gesamtabsatz ĂŒberdurchschnittlich um 11,9%. Über 40% davon entfallen dabei auf den Heimatmarkt Europa, wo VW markenĂŒbergreifend auf 3,6 Mio. Einheiten (+19,4%) zulegen konnte. In China legt das Fahrzeugvolumen mit 3,2 Mio. Pkw nur unterdurchschnittlich zu (+1,6%), wobei insbesondere die Kernmarke VW gegen Jahresende starke PreisnachlĂ€sse auf ihre elektrischen ID.-Modelle gewĂ€hrte. Das expansive Vorgehen und die technologischen Kompetenzen vieler chinesischer Wettbewerber machen dem hiesigen Hersteller sichtlich zu schaffen. BYD stieg etwa mit einem Absatz von zuletzt 2,7 Mio. Pkw (+50,0%) innerhalb weniger Jahre zum schĂ€rfsten Konkurrenten im Volumensegment auf und verkĂŒrzte spĂŒrbar den Abstand zum deutschen MarktfĂŒhrer in China. Weiterhin stark unterreprĂ€sentiert ist der VW Konzern in den USA. Von den rund 15,6 Mio. verkauften Fahrzeugen entfallen gerade einmal 4,1% (bzw. 633 Tsd.) auf VW-Marken. Erstmals hat damit der US-Elektrohersteller Tesla (655 Tsd.) den deutschen Konzern beim Fahrzeugabsatz ĂŒberholt.
  • Die Marktpositionierung der deutschen Premiumhersteller BMW, Mercedes-Benz und Audi variiert insgesamt nur marginal, wobei BMW (inkl. Mini und Rolls-Royce) mit ca. 2,6 Mio. Pkw fĂŒhrend beim Verkaufsvolumen ist und Mercedes-Benz (2,0 Mio.) sowie Audi (1,9 Mio.) hinter sich lĂ€sst. 68% (BMW), 77% (Audi) bzw. 83% (Mercedes-Benz) der deutschen Premiumfahrzeuge werden dabei ausschließlich in Europa und China neu zugelassen. Die starke Konzentration auf die beiden Marktregionen geht jedoch mit einer hohen Verwundbarkeit einher. Dies gilt im Besonderen fĂŒr die Marke Mercedes-Benz, die in China einen rĂŒcklĂ€ufigen Absatz auf 737 Tsd. Fahrzeuge (-1,9%) verbucht und knapp die HĂ€lfte (46,3%) seiner Modelle in Europa verkauft. Auf dem strategisch wichtigen Absatzmarkt USA können alle deutschen Premiumhersteller keine nachhaltigen Wachstumspfade einschlagen. BMW und Mercedes-Benz verkaufen seit mehr als zehn Jahren zwischen 300 und 400 Tsd. Autos pro Jahr, wĂ€hrend Audi konstant bei rund 200 Tsd. Einheiten jĂ€hrlich liegt.

Abbildung 2: Marktpositionierung globaler Automobilhersteller in China (2023)

Quelle: CAM

AbsatzstĂ€rkster Konzern bleibt Toyota mit ĂŒber 11 Mio. ausgelieferten Fahrzeugen, gefolgt von Volkswagen mit 8,9 Mio. Einheiten und der Hyundai Group mit 7,3 Mio. Autos. WĂ€hrend aus globaler Perspektive insbesondere chinesischer Automobilhersteller, darunter BYD (+62,2%), Chery (+52,6%) und GAC (+39,9%), sowie Tesla (+37,7%) das stĂ€rkste Absatzwachstum erzielten, performten etablierte Konzerne wie Nissan (+4,1%), Ford (+4,3%) oder Mitsubishi (-10,3%) eher unterdurchschnittlich. Mit BYD (3,0 Mio. Pkw) liegt zudem erstmals ein chinesischer Konzern in den Top 10 der volumenstĂ€rksten Automobilhersteller. SAIC (2,8 Mio.) und Geely (2,5 Mio.) folgen auf den RĂ€ngen 11 und 13 nur knapp dahinter und lassen bereits GrĂ¶ĂŸen wie Renault (2,2 Mio.) oder Mercedes-Benz (2,0 Mio.) hinter sich.

Abseits der Entwicklungen einzelner OEMs offenbart die neue Marktpositionierungsmatrix des CAM zudem, dass sich die Absatzzahlen auf den einzelnen AutomobilmÀrkten im direkten Jahresvergleich stark unterscheiden.

  • Obwohl China mit einem Volumen von 21,7 Mio. Pkw (+5,6%) weiterhin auf Wachstumskurs ist, verzeichnet das Land im Vergleich der Marktregionen das schwĂ€chste Absatzplus im Vergleich zum Vorjahr. Dies ist einerseits auf die wenig durch Corona oder den Halbleitermangel beeinflussten Jahre 2020 bis 2022 zurĂŒckzufĂŒhren, offenbart jedoch auch andererseits temporĂ€re SĂ€ttigungstendenzen. Die zuletzt publik gewordene EinfĂŒhrung einer staatlichen AbwrackprĂ€mie in Höhe von bis zu 10.000 RMB (ca. 1.300 EUR) zur Beschleunigung des Verkaufs von Neufahrzeugen stĂŒtzt diese These. Die SĂ€ttigungstendenzen und hohe Wettbewerbsdynamik in China ist auch ein Grund fĂŒr die zunehmende Internationalisierung chinesischer Hersteller.
  • Die ĂŒbrigen Kernregionen USA (+13,0%), Europa (+14,0%), Japan (+15,8%) und Brasilien (+11,2%) erholten sich zwar allesamt spĂŒrbar, aber bleiben dennoch weiterhin unterhalb des Vor-Coronaniveaus aus dem Jahr 2019.
  • Die einzige Ausnahme bildet Indien. Wurden 2019 noch rund 3,0 Mio. Pkw neu zugelassen, so liegt das Verkaufsvolumen im Jahr 2023 bereits bei ĂŒber 4,1 Mio. Einheiten. Im Vergleich zum Vorjahr (2022) ergibt sich eine Steigerung um 8,2%. Indien wird damit sowohl fĂŒr Volumen- als auch Premiumhersteller immer interessanter und positioniert sich als attraktiver Fertigungs- und Verkaufsstandort.

Studienleiter Stefan Bratzel: „Die Marktpositionierung der Automobilhersteller ist vor dem Hintergrund geopolitischer Spannungen und MarktvolatilitĂ€ten von zunehmender strategischer Bedeutung. Die hohe Marktrelevanz deutscher Hersteller in China ist janusköpfig: Einerseits profitieren die Hersteller von der hohen Nachfrage und dem Wachstum des grĂ¶ĂŸten Automarktes der Welt. Auf der anderen Seite entsteht ein starkes AbhĂ€ngigkeits- und Verwundbarkeitsrisiko fĂŒr die Unternehmen. Eine möglichst ausgeglichene globale Marktposition in den verschiedenen Automobilregionen stĂ€rkt dagegen langfristig die Resilienz. Große langfristige Marktchancen bietet dabei der indische Automobilmarkt, indem vor allem Suzuki und Hyundai als auslĂ€ndische OEM dominieren, wĂ€hrend die Marktanteile von deutschen oder französischen Automobilherstellern noch sehr gering sind.“

Download des Posters: https://www.automobil-produktion.de/marktpositionierung-der-autohersteller


[1] Die Studie zur Marktpositionierung wurde durch das CAM erarbeitet. Das Poster entstand mit freundlicher UnterstĂŒtzung von Cisco und den Zeitschriften Automobilproduktion und AutomotiveIT.

Handelsblatt: Performance der Automobilhersteller

Bergisch Gladbach. Der schwache Absatz von Elektrofahrzeugen hat zum Jahresauftakt einer Studie zufolge auf die Gewinne der internationalen Autokonzerne gedrĂŒckt. Bei zehn ausgewĂ€hlten Unternehmen fiel der Quartalsgewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) im Schnitt auf 7,1 Prozent des Umsatzes, wie das Forschungsinstitut Center of Automotive Management (CAM) in einer am Dienstag vorgelegten Studie zusammengetragen hat. In den drei Jahren zuvor hatte diese operative Marge durchschnittlich 8,3 bis 8,4 Prozent betragen. Pro Auto sank der durchschnittliche Gewinn (Ebit) um 19 Prozent auf 2253 Euro. 

https://www.handelsblatt.com/mobilitaet/elektromobilitaet/mobilitaet-studie-e-autos-druecken-auf-gewinn-der-autohersteller/100037591.html