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Mobility Services Report (MSR) 2021

Die dritte Ausgabe des Mobility Services Report (MSR) fokussiert die Entwicklungstrends im Bereich Mobilitätsdienstleistungen in den wichtigsten Marktregionen der Welt. Das Center of Automotive Management (CAM) hat über 400 Services von Automobilherstellern, Digitalplayern und Mobility Providern in den Bereichen Fahrdienstvermittlung, Carsharing, multimodale Dienste sowie Micromobility nach quantitativen und qualitativen Kriterien erfasst und bewertet.

Die Mobilitätsdienstleistungen sind ungeachtet der Heterogenität der verschiedenen Servicefelder insgesamt in einer Konsolidierungs- und Reifephase. Dabei wirkt die Pandemie insgesamt als ein Katalysator, indem es den Ausleseprozess unter den Anbietern beschleunigt und die Neigung zu Kooperationen erhöht. Bei vielen Mobilitätsservices steht bereits der reale (Mobilitäts-)Nutzen und die Entwicklung nachhaltig profitabler Geschäftsmodelle der Anbieter im Vordergrund . Die Trends in den einzelnen Mobilitätsdienstleistungsfeldern sind darüber hinaus jedoch noch recht heterogen.

Fahrdienstvermittlung ist das größte und bedeutendste Mobilitätsdienstleistungsfeld, bei dem mittel- und langfristig durch autonomes Fahren erhebliche Umsatzpotenzialen zu erwarten sind. Im Sample wurden 111 Services in sieben Fahrdienstbereichen wie Taxiportale, Privattaxi oder autonome Shuttles untersucht. Die Servicetypen Privattaxis und Taxi-Portale bilden zunehmend oligopolistische Marktstrukturen heraus, d.h. nur wenige Unternehmen besitzen eine hohe Marktdurchdringung. Dominiert wird dieser Markt von Mobility Providern/Start-ups, während Automobilhersteller – mit Ausnahme des BMW/Daimler-Joint Ventures (z.B. Free Now) – keine relevante Rolle als Anbieter spielen. Am stärksten sind die Services in den USA und in China verbreitet, wo Uber und Lyft bzw. Didi Chuxing den Markt kontrollieren. Gesamthaft erreichen Uber und Didi Chuxing die höchste Servicestärke. Die führenden Unternehmen entwickeln zunehmend umfassende „Ökosysteme einer Sharing-Mobilität“, die auf ihren Digital-Portalen nicht mehr nur diverse Fahrdienste und auch Lieferservices kombinieren. Zusätzlich werden neue Geschäftsfelder wie Leasing oder Ladedienste für Elektroautos aufgebaut. Der Marktführer Didi hat z.B. einen Automobilhersteller beauftragt nach seinen Vorgaben ein speziell für den Sharing-Bereich zugeschnittenes Elektrofahrzeug entwickeln und bauen zu lassen. Darüber hinaus engagiert sich das Unternehmen intensiv im Bereich des autonomen Fahrens. Durch die hohe Zahl von Kunden- und Fahrzeugen und der entsprechenden Marktstärke der Mobility Provider könnten Fahrzeughersteller längerfristig zu Lieferanten der Sharing-Anbieter herabgestuft werden.

Vollautonomes bzw. fahrerloses Fahren eröffnet völlig neue Geschäftsfelder im Sharing-Umfeld, jedoch hängt der Erfolg wesentlich von der Entwicklung „strategischer Kompetenzen“ ab. Dabei handelt es sich um interne und externe Wissenselemente, Humanressourcen, technische Ressourcen sowie um Geschäftsprozesse. Die Analyse der Entwicklungstrends im Bereich des autonomen Fahrens bzw. der autonomen Fahrdienste zeigt dabei erhebliche Kompetenzunterschiede zwischen den Akteuren, wobei zwei zentrale Wertschöpfungsfelder bzw. „Profit Pools“ des autonomen Fahrens unterschieden werden können: Erstens, das autonome Fahrsystem, dessen technische Entwicklung umfangreiche Kompetenzen in den Bereichen Hardware-, Software und Daten (insbes. Sensorik, Aktuatorik, Fahrschlauch-Algorithmus, Cybersecurity) erfordert. Im Akteursvergleich hat derzeit die Alphabet-Tochter Waymo die höchsten Kompetenzen beim (voll-)autonomen Fahren. Ein Feld mit technologisch hoch bewerteten Playern besteht aus Intel (Mobileye), GM (Cruise) sowie Amazon, Baidu und Pony.AI. Im oberen Mittelfeld befinden sich ferner die Automobil-OEMs Volkswagen, Hyundai und Tesla, deren strategische Kompetenzen auf ähnlichem Niveau liegen. Während weiteren Digitalunternehmen bzw. Mobility Providern wie Didi Chuxing, AutoX oder Apple mit mittleren bis hohen Kompetenzen noch Chancen bei der Entwicklung der autonomen Fahrsysteme besitzen, erscheint ein Großteil der etablierten Automobilhersteller als abgeschlagen.

Shared Mobility Services bieten Mobilitätsoptionen ohne Autobesitz, mit denen auch die kommerzielle Nutzung des autonomen Fahrens realisiert werden kann. Neben der technologischen Entwicklung des autonomen Fahrsystems zählen als zweites Element daher auch die Service-Kompetenzen, also das Know-how, die Ressourcen und Assets rund um den Betrieb von (autonomen) Fahrdiensten bzw. Mobilitäts-Plattformen zu den strategischen Kompetenzfeldern des autonomen Fahrens: Als wichtig erscheinen spezielles Know-how als Betreiber von autonomen Fahrdiensten sowie gleichzeitig die Existenz und Qualität von Fahrdienst- bzw. Mobilitätsplattformen. Die Mobilitätsplattform stellt einen Marktplatz für Mobilitätsangebote dar und bringt diese mit einer möglichst hohen Kundennachfrage zusammen. In diesem Zukunftsfeld setzt sich aktuell eine Gruppe mit Top-Innovatoren von der Konkurrenz ab. Zu dieser Gruppe gehört wiederum Alphabet mit Waymo und Google Maps, der chinesische Mobilitätsdienstleister Didi Chuxing sowie Intel mit Mobileye und Moovit. Die OEMs nehmen momentan mit weitem Abstand zu den vorherigen Gruppen eine Verfolgerposition ein und haben verglichen mit der Spitzengruppe in diesen Kompetenzfeldern großen Aufholbedarf.

Innerhalb des Mobilitätsdienstleistungsfeldes Carsharing wurden 47 Anbieterservices untersucht, die sich in die Servicetypen Free-float, stationsbasiert und Peer-to-Peer Carsharing aufteilen. Größter Free-Floating-Anbieter ist das Joint-Venture von BMW und Daimler „Your Now“ mit seinem Dienst ShareNow. Bei ShareNow zeigt sich jedoch im Vergleich zu den Vorjahren eine Konsolidierung, da sowohl die bedienten Städte als auch die Zahl der Kunden rückläufig sind. Stationsbasiertes Carsharing ist insbesondere in China auf Wachstumskurs. Die drei großen chinesischen Anbieter Gofun (Shouqi), BAIC Mobility und EVCard (SAIC) verfügen über die größten Fahrzeugflotten. Das Peer-2-Peer Carsharing wird von drei großen Unternehmen beherrscht: Nach Kundenanzahl handelt es sich bei Turo um den größten Anbieter, gefolgt von Getaround und Free2Move (bislang bekannt als „Travelcar“). Insgesamt lassen sich hier vier Trends identifizieren: Immer mehr Dienstleister elektrifizieren ihre Free-Floating-Flotten in mehreren Städten, z.B. Share Now (BMW/Daimler), Free2Move (Stellantis) oder WeShare (VW). Knapp 40 Prozent der Free-Floating-Carsharing-Anbieter in Europa arbeiten bereits mit einer 100-prozentigen Elektroflotte. Mehrere Carsharing-Anbieter testen oder starten bereits multimodale Angebote. Ziel ist die bessere Vernetzung der Carsharing-Angebote mit anderen Verkehrsträgern. Im Bereich des Peer-to-Peer-Carsharings setzt sich – wie bislang schon beim Free-floating – ein digitaler Buchungsprozess immer mehr durch. Neben der Nutzung von Standard-Pkws für das Carsharing experimentieren die Betreiber mit Special Purpose Vehicles, d.h. speziellen Fahrzeugen für den Carsharing-Einsatz. Der Fokus liegt entweder auf einer verbesserte Haltbarkeit oder einem geringeren Platzbedarf der Fahrzeuge in den Innenstädten

•Aus der Perspektive der relevanten Akteure von Mobility Services ergeben sich folgende Befunde: Unter den globalen Automobilherstellern ist eine starke Polarisierung von wenigen engagierten Unternehmen und vielen eher passiven Akteuren festzustellen. Die in vielen Fällen recht allgemeinen und unkonkreten strategischen Aussagen vieler Automobilhersteller sind meist dem Umstand geschuldet, dass vernetzte Mobilitätsdienstleistungen ein relativ neues Geschäftsfeld darstellt, das bislang nicht zu ihren Kernkompetenzen zählte. Die Analyse der Mobilitätsangebote zeigt, dass viele OEMs entsprechend noch kaum praktische Erfahrungen mit Mobility Services haben. So bieten große etablierte OEMs wie Honda, Ford oder Nissan bislang kaum entsprechende Dienste an. Unter den betrachteten chinesischen OEMs ist – mit Ausnahme von SAIC und Geely – das Angebot von Mobility Services ebenfalls noch schwach ausgeprägt. Das gilt auch für Startups wie Nio oder auch Tesla, die den Sharing-Bereich bislang weitgehend ausgeblendet haben.

Aus der Analyse der Verfügbarkeit und der qualitativen Marktdurchdringung (Zahl der Kunden, Fahrzeuge etc.) von Mobilitätsdienstleistungen schneiden unter 30 Automobilherstellern nur drei Konzerne sehr gut ab: Daimler (330 Indexpunkte), BMW (263 IP) und Stellantis (248 IP). Mit deutlichem Abstand folgen im Mittelfeld die VW Group, Toyota, SAIC, Renault und Geely (165-150 IP) sowie Hyundai (119 IP) und Ford (100 IP). Geely und General Motors haben im Vergleich zum Vorjahr mehrere Plätze im Ranking verloren, während Stellantis (Vorjahr noch getrennt: PSA und Fiat-Chrysler), Toyota und SAIC zu den Aufsteigern zählen.

Allerdings sind die Automobilhersteller im Sharing-Universum alles andere als allein. So zeigt sich, dass die etablierten Automobilhersteller im intensiven Wettbewerb mit spezialisierten Mobility Providern und großen Digital Playern stehen, welche in vielen Mobilitätsdienstleistungsfeldern sogar dominieren. Automobilhersteller spielen im Service-Hauptfeld Carsharing eine wichtige Rolle: Daimler, Stellantis und BMW führen das Feld an, vor allem wegen der starken Position beim Free-floating Carsharing. Ähnlich bei den multimodalen Diensten: Auch hier liegen die genannten drei mit ihren Marken FreeNow/Reach Now (Daimler, BMW) bzw. Free2Move (Stellantis) vorn. Ganz anders sieht die Wettbewerbssituation im Bereich der Fahrdienstvermittlung aus: Dominiert wird das Feld von den Mobility Playern, allen voran den großen globalen „New Mobility“-Firmen Didi Chuxing und Uber, die mit Abstand am stärksten sind. Das betrifft nicht nur die Gesamtwertung, sondern auch wichtige Servicetypen wie Taxi-Portal, Ridesharing und die Privattaxi- und Chauffeursdienste. Lediglich Daimler und BMW spielen u.a. mit FreeNow in diesem Bereich (noch) eine relevante Rolle. Auch der Bereich Micro-Mobility ist keine Domäne der Automobilhersteller. Hier sind fast ausschließlich Mobility Provider Startups vertreten, wobei der wichtigste Anbieter Neutron mit der Marke Lime ist, gefolgt von Didi Chuxing („Didi Bike“), Meituan, Bird, Tier, Youon („Hellobike“) und Nextbike.

Weitere Infos: https://auto-institut.de/mobility-services-2/ oder https://mobility-services-report.com/

Electric Car MARKET & INNOVATION Report 2021

  • Aktuelle Branchen-Studie des Center of Automotive Management in Kooperation mit der internationalen Data & Analytics Group YouGov zu E-Mobilität, Markttrends sowie der Innovationsstärke von 25 international agierenden Automobilherstellern zeigt hohe Korrelation mit der Wahrnehmung von Verbrauchern in Europa
  • Tesla sowohl bei Innovationsstärke als auch bei der Konsumenten-Perzeption mit deutlichem Wettbewerbsvorsprung – Deutsche Autobauer dominieren Top 10

Der US-amerikanische Elektro-Autobauer Tesla kann sich nicht nur mit deutlichem Abstand als Innovationsführer im Bereich der Elektromobilität durchsetzen (178 Indexpunkte in der Innovationsstärke), sondern wird auch von den europäischen Verbrauchern (in Deutschland, Italien, Frankreich, Großbritannien und Spanien), als stärkste EV-Marke wahrgenommen, mit ebenso deutlichem Abstand. In der aktuellen Studie „Electric Car Market & Innovation Report 2021“ von YouGov und dem Center of Automotive Management (CAM) wurde das Ranking der „realen Innovationsstärke“ der Elektroautomobilhersteller mit der „Innovationswahrnehmung“ durch die Konsumenten in Europa abgeglichen. Dazu mussten die Konsumenten die verschiedenen Automobilmarken im Hinblick auf die Innovativität im Bereich E-Mobilität bewerten.

Die BEV- und PHEV-Top 5 der innovationsstärksten Automobilmarken

Die durch das CAM berechnete Innovationsstärke im Technologiefeld der Elektromobilität (EV), bestehend aus Elektro-PKWs (BEV) und Plug-In-Hybriden (PHEV), umfasst die drei Innovationsfelder Reichweite, Stromverbrauch und Ladeleistung, kumuliert in einem Indexwert.

Tesla, mit einer Innovationsstärke von 178 Indexpunkten, ist Branchenprimus im Bereich Elektro-PKWs und führt mit großem Abstand vor der chinesischen Marke BYD (59 Punkte). Auf Rang 3 und 4 im Innovationsstärke-Ranking folgen die Volkswagen-Marken Porsche (53 Punkte) und Audi (49 Punkte). Auf Rang 5 landet BMW mit 42 Punkten.

Das Ranking der innovationsstärksten Plug-In-Hybride wird wiederum von deutschen Marken angeführt: auf Rang 1 von BMW mit 69 Indexpunkten, auf Rang 2 von Mercedes mit 54 Punkten und auf Rang 3 von Audi mit 45 Punkten. Die chinesische Marke BYD erreicht Rang 4 mit 33 Punkten und Ford Rang 5 mit 27,2 Punkten.

Die Wahrnehmung der Innovationsstärke durch europäische Verbraucher

YouGov-Daten zeigen einen deutlichen Zusammenhang zwischen der Innovationsstärke von Marken im EV-Bereich, also sowohl BEV also auch PHEV, und der entsprechenden Wahrnehmung unter Verbrauchern in den untersuchten Ländern (r = 0,79). Die Verbraucher nehmen also innovationsstarke Auto-Marken auch als solche wahr. Die Daten zeigen auch, dass die Einschätzung der Innovationsstärke unter den Verbrauchern von der erfolgreichen Markenkommunikation profitiert.

Im Perzeptions-Ranking erklimmt Tesla, wie oben erwähnt, Rang 1. Toyota landet bei der Verbraucherwahrnehmung der Innovationsstärke auf Rang 2, liegt im Bereich der tatsächlich gemessenen EV-Innovationen aber eher im Mittelfeld. Erfolgreich in der Vermarktung und demnach in der Verbraucherwahrnehmung ist auch Polestar: Trotz des beschränkten Angebots und des Mangels an EV-Innovationsstärke (Platz 25 im Innovations-Ranking) nehmen die Befragten Polestar als durchaus stark im Bereich der E-Mobilität wahr: Die Marke erklimmt Rang 3. BMW (Rang 4 im Perzeptionsranking), VW (Rang 5) und Mercedes (Rang 6) und AUDI (Rang 8) als deutsche Automobilmarken gelten ebenso als innovations-führend unter Verbrauchern.


Prof. Dr. Stefan Bratzel: „Für den Erfolg der Automobilhersteller beim Hochlauf der E-Mobilität besitzt die Innovationsstärke eine überragende Bedeutung. Sie wird in der Transformationsphase der Branche zu einer Überlebensbedingung, da die etablierten Hersteller zunehmend von Newcomern herausgefordert werden. Bereits jetzt gibt es markante Kompetenz- und Innovationsunterschiede und ein mangelndes Verständnis der Kundenwünsche. Manche Automobilhersteller zeigen noch auffallend reaktive Innovationsmuster, bei denen die bisherigen Kundenanforderungen des Verbrenners lediglich auf Elektrofahrzeuge übertragen werden. Künftig werden Hersteller nur dann erfolgreich sein, wenn sie das gesamte Ökosystem der Elektromobilität im Blick haben und mit Innovationen neue Begehrlichkeiten und einen erweiterten Kundennutzen realisieren. Je besser es den Automobilherstellern gelingt, nicht nur die Mindesterwartungen zu befriedigen, sondern auch die latenten Wünsche der Kunden zu erfüllen, desto erfolgreicher werden sie sein.“


Sven Runge, Research Solutions Partner (YouGov): „In Deutschland wird einzig Tesla sehr klar mit E-Mobilität in Verbindung gebracht, alle weiteren Hersteller folgen mit enormem Abstand. Tesla überzeugt aus Konsumentensicht in allen entscheidenden Dimensionen für E-Mobilität: Innovationsfähigkeit, Erfahrung und Dominanz. Obwohl sich Volkswagen zumindest in Deutschland hinter Tesla einordnet, kann auch hier noch keine klare Positionierung aus Konsumentensicht hinsichtlich E-Mobilität erkannt werden. Gleiches gilt für Marken wie Mercedes-Benz, BMW, Audi oder auch Hyundai.“


Über die Studie:

Die aktuelle Studie zu den Markt- und Innovationstrends der Elektromobilität ist der Auftakt eines Gemeinschaftsprojekts der internationalen Data & Analytics Group YouGov und des Center of Automotive Management (CAM), das die Elektromobilitätserkenntnisse des CAM mit der Befragungs- und Konsumentenexpertise von YouGov verknüpft. Ziel der Studienreihe ist es zum einen, die aktuellen Markt- und Absatzentwicklungen der Elektromobilität zu bilanzieren und mit der Konsumentenperspektive zu beleuchten. Zusätzlich werden die Technologietrends und Innovationsleistungen der Automobilhersteller im Bereich der Elektromobilität analysiert und den Perzeptionen der Konsumenten gegenübergestellt.

Die Studie wurde u.a. auf Basis von YouGovs Connected-Data-Forschungslösungen, darunter der tagesaktuelle bevölkerungsrepräsentative Markenmonitor YouGov BrandIndex sowie das Zielgruppen-Analyse-Tool YouGov Profiles, durchgeführt. Die Kombination der Forschungslösungen ermöglicht es, durch einheitlich und kontinuierlich erhobene Verbraucherdaten, die Wahrnehmung von Marken, die Einstellungen und das Verhalten granularer Zielgruppen sowie die Erwartungen an diese, hochdetailliert national und international zu vergleichen. Zusammen mit den AutomotiveINNOVATIONS und Mobility Services Datenbanken des CAM können durch die Kooperation erhebliche Mehrwerte für die sich fundamental wandelnde Automobilbranche generiert werden.

Der vollständige „Electric Car Market & Innovation Report 2021“ (in deutscher Sprache) kann kostenfrei unter der Angabe von Kontaktdaten hier heruntergeladen werden.

Über das CAM:

Das Center of Automotive Management (CAM) ist ein unabhängiges, wissenschaftliches Institut für empirische Automobil- und Mobilitätsforschung sowie für strategische Beratung an der Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW) in Bergisch Gladbach. Seine Kunden unterstützt das Auto-Institut auf Basis umfangreicher Datenbanken, insbesondere zu fahrzeugtechnischen Innovationen der globalen Automobilindustrie sowie zur Markt- und Finanz-Performance von Automobilherstellern und Automobilzulieferunternehmen.

Weitere Informationen finden Sie unter: auto-institut.de

Über YouGov:

YouGov ist eine internationale Data and Analytics Group mit Hauptsitz in London. Unser datenbasiertes Angebot unterstützt und optimiert ein breites Spektrum an Marketingaktivitäten für unsere Kunden, zu denen Medieninhaber, Marken und Mediaagenturen gehören. Wir arbeiten mit einigen der bekanntesten Marken der Welt zusammen. YouGov ist Vorreiter in der Marktforschungsindustrie und hat als Erster die Methode „Multilevel Regression with Poststratification (MRP)“ für präzise Prognosen auf granularer Ebene eingesetzt. Laut Pew Research übertrifft die Genauigkeit unser Daten regelmäßig die von Wettbewerbern.

YouGov hat ein eigenes Panel mit mehr als 17 Millionen registrierten Mitgliedern in mehr als 55 Märkten und unterhält Niederlassungen im Vereinigten Königreich, Europa, Nord- und Südamerika, im Nahen Osten, Indien und im asiatisch-pazifischen Raum. Damit verfügt YouGov über eines der größten Marktforschungsnetzwerke der Welt. Weitere Informationen finden Sie unter yougov.de

Studie: “Mobility transformation and competitiveness of European automakers”

Our perspective on “Mobility transformation and competitiveness of European automakers”: The mobility transformation that is about to happen requires the industry and its stakeholders to show utmost willingness to change and it requires the capacity for innovation.
In light of the above challenge, the paper discusses strategic pathways in auto-mobility and asked which mission-critical infrastructures or enabling conditions need to be created in order to promote innovation and strengthen transformation capabilities in the automobility sector. The paper points out how trends such as the growing importance of mobility services will
influence the market – not only for automakers.
Read in the new #Anthology how data move people and get a deep dive into the Mobility Dataspace: https://lnkd.in/eUXxu4Bx

AutomotiveINNOVATIONS: Ranking of the most innovative automotive OEMs and premium brands 2021

  • Volkswagen is ahead of Daimler and Tesla at the top of the most innovative car groups in 2021. Together with BMW in fourth place, the German manufacturers have a high level of innovation strength in the automotive future fields.
  • For the first time, three Chinese automobile manufacturers are among the top 10 most innovative groups. In a country comparison, the Chinese manufacturers already have the highest innovative strength after Germany.
  • The innovative strength of Japanese and French automobile manufacturers, on the other hand, remains very low. The world’s top-selling manufacturer Toyota, which only ranks 13th, is disappointing.
  • Among the premium brands, Mercedes-Benz is by far the most innovative manufacturer, followed by Tesla, which for the first time since the start of the study in 2005 came in second among the most innovative premium brands.

The ranking of autmotive OEMs

Volkswagen is the most innovative automotive group in 2021 and is just ahead of Daimler and third-placed Tesla (see Fig. 1) With a total of 67 innovations, including 24 world novelties, Volkswagen achieved an index value of 149 points and was able to maintain its top position from the previous year. The Wolfsburg-based multi-brand group showed particularly strong performance in the area of ​​electromobility and in the area of ​​interfaces (e.g. augmented reality head-up display) (see appendix 1). Daimler, which has improved by one place compared to the previous year, scores among other things with autonomous driving (S-Class, traffic jam pilot) and the MBUX operating system. Tesla improved by three places and earned two thirds of the innovation points in the field of electromobility, among other things through high charging capacities and long ranges of its electric models.

CAM analyzed the innovations of 30 global automobile manufacturers (OEM) and startups with around 80 automobile brands. A total of 645 innovations from OEMs from the four most important technological future fields came in the sample for 2020/2021. Each innovation was recorded individually and systematically assessed according to CAM‘s “M.O.B.IL criteria”* such as originality and customer benefit.

Figure  1: Most innovative Automotive OEMs 2021 * (Top 26 of 30)

In addition to BMW (4th place, previous year: 2nd), the high performers of the year also included the Chinese SAIC Group, which made the biggest leap forward and moved up from 23rd to 5th place. Above all, SAIC brings innovations from the Roewe and Baojun brands in the field of electromobility and driver assistance systems. This is not only the first time that a Chinese automobile manufacturer has made it into the top 5 of the innovation ranking that has been carried out since 2005. In addition to SAIC, with Great Wall in 6th place (previous year: 11th) and Geely (including Volvo) in 9th place, three Chinese automotive groups are among the ten most innovative automotive companies of the year. With BYD (rank 12, previous year: 7) and the start-ups Nio and Xpeng, other Chinese OEMs are increasingly entering the limelight with innovations. This reinforces a trend that has been evident for a number of years towards the increasing importance of Chinese automobile manufacturers, which after Germany already have the highest innovative strength.

Hyundai (previous year: 5), Ford (4) and Geely (8), all of which only deteriorated slightly in the past year, landed in the front mid-range in ranks 7 to 9 with over 60 innovation index points. On the other hand, General Motors (from 12 to 10) and Fiat-Chrysler (from 17 to 11) can improve, also thanks to their innovations in the electrical sector: While GM can record improvements in fuel consumption and range for the Buick Velite 7, the electric Fiat 500 is convincing in its segment thanks to its high ranges and charging capacities.

In contrast, the Japanese and French groups only come in the back of the innovation ranking. The largest global automobile manufacturer, Toyota, again only came in 13th with 53 innovation points, while Honda was only 18th (previous year: 25th) and Nissan 21st (18th). Renault and PSA have deteriorated compared to the previous year and only come in 14th (10th) and 17th (9th) respectively.

Study leader Stefan Bratzel: “The paradigmatic change in the industry can only be mastered by a high level of innovation on the part of the players. However, many automobile manufacturers do not have the necessary skills and resources to emerge successfully from this transformation and are forced to enter into far-reaching partnerships. From an innovation point of view, German automobile manufacturers are doing very well so far. In the future, in addition to Tesla, they will also have to deal with new, innovative competitors from China who are well positioned in the core fields of electromobility, connectivity and autonomous driving.”

The leaderboard of the premium brands

Mercedes-Benz is the most innovative premium brand for the third year in a row with currently 133 index points. The premium manufacturer from Stuttgart refers Tesla and BMW to places 2 and 3 (see Fig. 2). During the study period, Mercedes generated 54 innovations, including 23 world firsts such as the autonomous traffic jam pilot Drive Pilot in the S-Class (see Appendix 2).

Tesla ranks second among the most innovative premium brands for the first time, outperforming BMW and Audi. This is all the more astonishing since the Californian newcomer has relatively few models to offer compared to the German OEMs. Tesla succeeds particularly in the fields of electromobility and driver assistance systems in generating world firsts with high dynamics and transferring them to the production series. Over the years, Tesla has established itself among the most innovative premium manufacturers. The BMW brand also shows strong innovation in third place (previous year: 2), e.g. with an active traffic light assistant or geofencing innovations for emission-free driving.

Figure  2: Ranking of the most innovative premium brands 2021

With 31 index points, Audi only came fourth in this year’s evaluation (previous year: 3). For Audi, this is the worst position since 2013 (4th place), with the Ingolstadt-based brand in 2015 and 2016 even being the most innovative brand. Here, the foothills of the diesel scandal and the frequent changes in management seem to have negatively influenced the innovative ability of the otherwise highly innovative manufacturer.

Ranks 5 to 10 follow with Genesis (Hyundai), Polestar (Geely), Volvo (Geely), Arcfox (BAIC), Lucid (Lucid) and Wey (Great Wall), predominantly premium brands from Chinese corporations. The gap to the top innovators is still considerable. At the same time, there is a good chance that newcomers – including Nio – will also establish themselves in the premium environment with the help of innovations.

Appendix 1: Innovation profile of Volkswagen Group 2020/2021

Appendix 2: Innovation profile of Mercedes-Benz brand 2020/2021

* About the methodology:

In order to comprehensively answer the core questions of the CAM innovation study about the current and future innovation trends in the automotive industry and their players, several hundred technical innovations have been collected for 16 years according to around 50 defined criteria such as innovation type, originality, degree of maturity, etc. and according to the MOBIL- Approach individually assessed qualitatively. Innovations are defined as novelties that generate new or additional customer benefits compared to the status quo. For example, world firsts that are available in series are rated higher than “me-too” innovations or, for example, pure studies or prototypes are available. This results in an index value for every innovation, which can be condensed into total values ​​for individual groups, brands or models, for example. A methodological overview can be found here: http://www.automotiveinnovations.de/download/MOBIL-Approach.pdf

About the study:

The overall study AutomotiveINNOVATIONS 2021, which comprises approx. 150 PowerPoint pages with approx. 120 graphics, figures and tables, can be pre-ordered for a fee at www.auto-institut.de. On the basis of 645 categorized and individually assessed, vehicle technical innovations of the year 2020/21, it identifies the future trends of 30 automotive groups with around 80 brands from Europe, Japan, the USA and China, among others.

Link to order the study:

Further Information:

Center of Automotive Management (CAM)

Prof. Dr. Stefan Bratzel

Director

Tel.: (02202) 2 85 77-0 / (0174) 9 73 17 78

E-Mail: stefan.bratzel@auto-institut.de

www.auto-institut.de

About CAM

The Center of Automotive Management (CAM) sees itself as an independent institute for empirical automotive and mobility research as well as for strategic consulting. The Auto-Institut supports its customers on the basis of extensive automotive databases, in particular on vehicle technology innovations in the automotive industry. With more than 15,000 individually evaluated innovations from automobile manufacturers and automotive supplier companies, which are updated several times a year, the CAM innovation database has valuable knowledge in all relevant technology fields. It is supplemented by the database of mobility services, which will form an increasingly important business field for manufacturers in the future. With the help of well-founded industry know-how and intimate knowledge of the market, the Auto-Institut develops individual market research concepts and practice-oriented solutions for its customers in the automotive and mobility industries.

Connected Car Innovation (CCI) Studie 2021

  • Wie im Vorjahr steht der Volkswagen-Konzern bei der Leistungs- und Innovationsstärke an der Spitze des CCI-Rankings. Mit einem Indexwert von 89 Prozent führen die Wolfsburger deutlich vor Daimler (77 Prozent) und BMW (57 Prozent). Daneben sind die Chinesen die Gewinner dieses Jahres: Neben Great Wall – erstmals auf Platz fünf – verzeichnen auch SAIC und BAIC hohe Zugewinne.
  • Für die Zukunftsfelder Connectivity, Interfaces, autonomes Fahren und Interieur ergeben sich für den Zeitraum 2025 bis 2030 neue Use Cases mit hohen Umsatzpotenzialen für die OEMs. Im Rahmen der Studie wird das globale Connected-Services-Marktvolumen auf über 200 Milliarden Euro im Jahr 2030 geschätzt.
  • Zwischen den etablierten Automobilherstellern und einigen großen Technologie- und Digitalunternehmen besteht eine auffällige Kompetenzasymmetrie. Nur eine Minderheit an OEMs kann aus eigener Kraft die erfolgsrelevanten strategischen Kompetenzen erlangen. Viele andere werden in Zukunft auf tiefgreifende Kooperationen mit Innovatoren angewiesen sein, die im Kompetenz-Ranking von Alphabet, Intel und Didi Chuxing angeführt werden.

Die Branchenstudie Connected Car Innovation (CCI) untersucht die Innovationstrends und Innovationsleistungen in der Automobilindustrie im Bereich des vernetzten Fahrzeugs. Dabei stehen die sich rasch verändernden automobilen Zukunftsfelder Connectivity, Interfaces, autonomes Fahren sowie der vernetzten Dienstleistungen im Mittelpunkt. Auf Basis von rund 3.400 Innovationen im Zeitraum von 2015 bis 2020 wurden die derzeitigen Entwicklungstrends dargestellt und eine Projektion für das Jahr 2030 vorgenommen. Analysiert werden darüber hinaus die strategischen Kompetenzen, die für den langfristigen Erfolg der Branche eine zentrale Rolle spielen. Die Innovationen in den Zukunftsfeldern Vernetzung, Interfaces und autonomes Fahren haben sich in den letzten 10 Jahren verdreifacht und markieren eine Zeitenwende in der Automobilindustrie.

Ranking der OEMs im Connected-Car-Innovations-Ranking

Die aktuelle Leistungs- und Innovationsstärke von globalen Automobilherstellern in den Bereichen „Vernetztes Fahrzeug“ und „Vernetzte Dienstleistungen“ wurde mittels des jährlichen Branchenbarometers „CCI-Index“ empirisch ermittelt. Die Innovationsstärke von 25 globalen Automobilhersteller-Gruppen im Jahr 2020 wurde auf Basis von insgesamt 333 Connected-Car-Innovationen und 73 Connected-Car-Services bewertet (vgl. Abbildung 1).

Abbildung 1: Connected-Car-Innovations (CCI): Ranking der 25 Automobilhersteller 2021*

Quelle: CAM   *Anm.: Tata inkl. Jaguar, Land Rover, Tata. Geely inkl. Geely Automobile Holdings und Volvo Car Group.

Die deutschen Automobilhersteller können trotz leichter Einbußen ihre Führungsposition im CCI-Innovationsvergleich behaupten. Der Volkswagen Konzern bleibt der innovationsstärkste Automobilkonzern im Bereich Connected-Car. Zweitplatzierter wird knapp dahinter Daimler, während BMW auf Rang drei gelangt. Tesla kommt auf Platz vier, Great Wall, Hyundai, SAIC und Ford folgen auf den Rängen fünf bis acht.

Erstmals kommt mit Great Wall ein chinesischer Automobilhersteller in die Top-5. Great Wall ist auch der größte Aufsteiger im Vergleich zum Vorjahr und macht 14 Plätze gut. Newcomer aus China wie Xpeng oder Nio machen den etablierten Automobilherstellern zunehmend Konkurrenz. Im Innovationsvergleich der Automobilländer nimmt China entsprechend eine immer stärkere Rolle ein: Während im Jahr 2016 nur sieben Prozent der globalen Innovationsstärke von chinesischen Automobilherstellern erbracht wurde, steigt dieser Wert im Jahr 2020 auf einen Rekordanteil von 25 Prozent. Deutschland liegt zwar mit 35 Prozent der globalen Innovationsstärke nach wie vor an der Spitze, kann allerdings die hohen globalen Innovationsanteile der Vorjahre nicht halten (2016: 43%). Auf Position drei rangieren die amerikanischen Hersteller mit 16 Prozent vor den koreanischen Automobilherstellern (7,1%).

Enttäuschend ist die CCI-Innovationsstärke der japanischen Hersteller, die nur 6,7 Prozent beträgt. Große etablierte Hersteller wie Honda, Renault, Nissan und PSA kommen nur auf eine sehr niedrige CCI-Stärke. Die größten Verluste muss im Vergleich zum Vorjahr PSA hinnehmen: Der französische Hersteller, der inzwischen durch die Fusion mit FCA in dem Konzern Stellantis aufgegangen ist, verliert 14 Plätze und kommt nur noch auf Rang 23.

Marktpotenziale der Connected Services

Vernetzte Dienstleistungen spielen bereits heute für innovative Automobilhersteller eine wichtige Rolle, etwa in den Feldern Infotainment sowie bei Parking- und Charging-Services. Die Analyse des Leistungsstandes von vernetzten Services im Vergleich von 30 Automobilherstellern offenbart die starke Stellung von Tesla und von chinesischen Newcomern: Tesla liegt mit deutlichem Abstand auf Rang eins, gefolgt vom chinesischen Startup Xiaopeng mit der Marke Xpeng. Erst danach folgen Volkswagen, Daimler und BMW sowie das chinesische Start-up Nio. Dagegen landen etablierte Hersteller wie Ford, Toyota, PSA und Nissan nur auf den hinteren Rängen.

Abbildung 2: Connected Services-Marktpotenziale 2030 weltweit nach Use Cases

Quelle: CAM.   Anm.: Alle Werte gerundet.   * Ggf. zzgl. sonstiger Use Cases wie z.B. In-Car-Office-Services, In-Car-Well-Being etc.

Connected Services versprechen in den nächsten Jahren erhebliche Umsatzpotenziale für Automobilhersteller (vgl. Abbildung 2). Dabei handelt es sich weniger um Einmalerlöse durch Fahrzeugverkäufe bzw. Hardware-Features, sondern vielmehr um wiederkehrende softwarebasierte digitale Services für den gesamten vernetzten bzw. autonomen Pkw-Bestand der Automobilhersteller. Auf Basis der in der Studie dargestellten Connected Services-Use-Cases können im Jahr 2030 Umsatzpotenziale von 800 bis 1.000 Euro pro Fahrzeug und Jahr erzielt werden, was zu Gesamtumsätzen von über 200 Mrd. Euro weltweit führen kann. Beispiel Volkswagen: Beim Wolfsburger Konzern könnten im Jahr 2030 allein die Connected Service-Umsätze 29 Mrd. Euro und der Gewinnanteil vier Mrd. Euro pro Jahr betragen.

Strategische Kompetenzen der OEMs und Digitalplayer im Vergleich

Die Herausbildung von strategischen Kompetenzen in den Zukunftsfeldern ist jedoch eine wichtige Voraussetzung für Realisierung von Umsatzpotenzialen im Bereich Connected Services. Der Connected-Car-Bereich wird in den nächsten 10 Jahren von einer erheblichen Innovationsdynamik geprägt sein, bei der neue Geschäftsmodelle und neue Wettbewerber aus dem Big-Data-Umfeld eine zentrale Rolle spielen. Der Erfolg und das mittel- und langfristige Überleben der Akteure ist dabei wesentlich abhängig von der Entwicklung „strategischer Kompetenzen“  in den Bereichen Fahrzeugarchitektur, Connectivity und Autonomes Fahren. Unter strategischen Kompetenzen werden dabei interne und externe Wissenselemente, Humanressourcen, technische Ressourcen sowie Geschäftsprozesse verstanden. Für die strategischen Kompetenzfelder im Bereich Connected-Car wurde der Entwicklungsstand der wichtigsten Akteure anhand verschiedener Kriterien bewertet.

Neue Fahrzeugarchitekturen sind die Voraussetzung der überwiegend softwarebasierten Wertschöpfung in den Zukunftsfeldern. Im Kompetenzvergleich gibt es erhebliche Unterschiede zwischen den relevanten Akteuren. Komponenten dieser neuen softwarebasierten Fahrzeugarchitekturen sind: Ein bzw. wenige Zentralcomputer mit hoher Performance (Verarbeitung großer Datenmengen), die Entwicklung eines OEM-eigenen robusten Fahrzeugbetriebssystems (Over-the-Air Updates, Trennung von Hard- und Softwarefunktionen in den Domains) und eine Cloud/IoT-Anbindung, die eine stabile Verbindung mit anderen intelligenten Geräten und der Infrastruktur ermöglicht. Ein Vergleich der Kompetenzen der Akteure im Bereich Fahrzugarchitekturen identifiziert Tesla und Alphabet als Vorreiter, während sich viele etablierte Hersteller in einem mehrjährigen Aufholprozess befinden.

Das Kompetenzfeld Connectivity/Infotainment wird maßgeblich von den drei strategischen Kompetenzen User Interfaces, Vehicle-to-X/ Internet of Things (IoT)-Funktionen und von Serviceplattformen geprägt. In diesem Zukunftsfeld liegen Tesla, Alphabet und Alibaba aufgrund des sehr breiten Knowhows und der exzellenten strategischen Aufstellung vorn. In einem zweiten Cluster finden sich die deutschen OEMs, deren Kompetenzen eher bei den User Interfaces und V2X-Anwendungen liegen. Die Tech-Player überzeugen meist durch ihre strategische Aufstellung mittels der verfügbaren Connectivity- und Infotainment-Services in vielen verschiedenen Anwendungsbereichen, die über ihre bestehenden digitalen Ökosysteme eingeführt werden können.

Als strategische Kompetenzen für die erfolgreiche Entwicklung im Zukunftsfeld des autonomes Fahrens (Level 4/5) wurden diverse Hard- und Software-Kompetenzfelder identifiziert: Sensorik, Aktuatorik, Rechnerarchitektur, Software und Daten. Es gibt darüber hinaus übergreifende Kompetenzen, die sich insbesondere auf die Sicherheit der Systeme beziehen.  Beim (voll-)autonomen Fahren hat derzeit die Alphabet-Tochter Waymo die höchsten Kompetenzen, die u.a. die umfangreichsten Test-Erfahrungen vorweisen können. Ein Feld mit technologisch hoch bewerteten Playern besteht aus Intel und Amazon sowie GM, Baidu und Pony.AI. Im oberen Mittelfeld befinden sich ferner die Automobil-OEMs Volkswagen, Tesla und Hyundai, deren strategische Kompetenzen auf ähnlichem Niveau eingeschätzt werden (vgl. Abbildung 3).

Es zeigt sich, dass in den relevanten Zukunftsfeldern eine auffallende Kompetenz-Asymmetrie zwischen etablierten Automobilherstellern und einigen Technologie- bzw. Digital-Playern (z.B. Alphabet, Intel, Didi Chuxing) besteht.

Hierzu Studienleiter Stefan Bratzel: „Nur wenige Automobilhersteller (z.B. Tesla, VW, BMW, GM) können aus eigener Kraft die strategischen Kompetenzen erlangen, die mittel- und langfristig für den Geschäftserfolg notwendig sind. Vielfach werden Automobilhersteller in den Zukunftsfeldern auf tiefgreifende Kooperationen mit Kompetenzträgern aus der Digitalwelt angewiesen sein. Für die Automobilhersteller gilt es genau auszuwählen, mit welchen Unternehmen in welchen Feldern kooperiert werden sollte, und in welchen Bereichen erfolgskritische Wettbewerbssituationen um den Kunden bzw. die Wertschöpfung der Zukunft entstehen.“

Durch die Kombination von automobilbezogenen und digitalen Kompetenzen innerhalb einer vereinbarten strategischen Kooperation können die Parteien gegenseitige Kompetenzdefizite ausgleichen und ihre Wettbewerbsposition auf ein hohes Niveau verbessern.

Abbildung 3:  Kompetenzen von Akteuren im Bereich „Autonome Fahrsysteme“ (Level 4/5)  

Quelle: CAM; Stand: März 2021.

Zur Studie: Connected-Car-Innovation (CCI) ist eine jährlich durchgeführte Branchenstudie, die die Leistungs- und Innovationsstärke von 30 globalen Automobilherstellern in den Bereichen vernetztes Fahrzeug und vernetzte Dienstleistungen sowie deren Marktstärke anhand verschiedener Indikatoren empirisch erhebt und vergleichend darstellt. Basis der Studie ist die AutomotiveINNOVATIONS Datenbank des CAM, in der die Neuerungen von über 80 Automobilherstellern kontinuierlich erhoben und bewertet werden. Darüber hinaus werden die Strategischen Kompetenzen Automobilherstellern und von Digitalspielern regelmäßig analysiert. Die (CCI) Studie 2021 wurde im 7. Jahr in Folge durch das Center of Automotive Management (CAM) erstellt.

Weitere Infos zur Studie (inkl. Kurz-/Langfassung) finden sie unter: https://connected-car-innovation.de/

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Der AutomotiveINNOVATIONS Report 2021 identifiziert auf Basis von knapp 650 kategorisierten und einzeln bewerteten, fahrzeugtechnischen Neuerungen des Jahres 2020/21 die Zukunftstrends von 30 Automobilkonzernen und innovativen Startups mit ca. 80 Marken u.a. aus Europa, Japan, den USA und China.

Die Studie gliedert sich in zwei wesentliche Teile:

1) Ausführliche Erläuterungen basierend auf Charts zu den Technologie-Trends
aus den Bereichen Alternative Antriebe und Elektromobilität, Autonomes Fahren
und Sicherheit, Interface und Vernetzung.

2) Innovationsprofile der wichtigsten Hersteller und Zulieferer
sowie Ranglisten der innovationsstärksten Autokonzerne, Marken und Modellen.

Der Report erscheint voraussichtlich im August 2021. Weitere Informationen finden Sie unter: https://auto-institut.de/automotiveinnovations/

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