Nio ET7 (2021) | CAM Factsheet

Wir beobachten NIO schon seit einiger Zeit unter Innovationsgesichtspunkten. Mit dem chinesischen Start-up könnte sich ein sehr relevanter Konkurrent im Premiumsegment entwickeln. Und NIO ET7 wartet mit einigen bemerkenswerten Innovationen auf:
Highlights NIO ET7:

  • Ab sofort bestellbar; Auslieferungen ab 2022
  • Hauptkonkurrenten: Tesla Model S, Porsche Taycan, BMW, Mercedes, Audi
  • Erstes Fahrzeug mit Festkörperbatterie und einer Reichweite von 1.000 km (NEFZ)
  • Neuartige Sensoren (z.B. 8MP Kameras // Tesla: 1,2 MP) für verbessertes autonomes Fahren: 687 m Sichtweite des Systems (229 m Tesla); Tesla erkennt eine Person bis zu 74 m Entfernung -Nio erkennt eine Person aus einer Entfernung von bis zu 223 m
  • „Adam“ Super Computer kann bis zu 1.000 Billionen Rechenoperationen pro Sekunde (TOPS) ausführen – Tesla: „nur“ 144 – Level 4 des autonomen Fahrens erfordert nach Schätzungen von Nvidia rund 400 TOPS
  • Marktwert NIO: 91,85 Mrd. USD // VW: 96,25 Mrd. USD (Stand: 11. Januar 2021)

 

Neue OEMs in der Automobilindustrie | CAM-Factsheet

Der Elektroautobauer NIO ist aktuell das vierthöchstbewertete Automobilunternehmen weltweit vor Daimler. Neben Tesla erlangen immer mehr Neueinsteiger aus China eine bemerkenswerte technologische Reife. Für NIO führt die CAM AutomotiveINNOVATIONS Datenbank derzeit 157 fahrzeugtechnische Innovationen, einige davon haben wir unten zusammengestellt. Interessant sind unkonventionelle Ansätze wie z.B. das Outsourcing der kompletten Produktion und das Batterie-Wechselkonzept mit derzeit 143 Wechselstationen in China. Ab 2021 versucht NIO auch auf dem europäischen Markt Fuß zu fassen. Von Jan-Nov 2020 hat NIO fast 37.000 Fahrzeuge verkauft.

Unten ist ein exemplarisches Factsheet zum Nio Batterie-Wechselkonzept dargestellt. Hier kann Nio durch die Kombination von fahrzeug-technischen und Dienstleistungs-Kompetenzen (Battery-as-a-Service) überzeugen.

Weitere spannende fahrzeug-technische Innovationen und Mobility-Services finden Sie in unserem CAM AutomotiveINNOVATIONS Report 2020 sowie dem Mobility Services Report 2020:

Webinar: Mobility Services Report 2020

Das Fachmagazin carIT präsentiert gemeinsam mit Prof. Stefan Bratzel vom Center of Automotive Management (CAM) die Ergebnisse des neuen Mobility Services Report (MSR) in einem kostenfreien Webinar.

In diesem 60-minütigen Webinar plus 30 Minuten Q&A erfahren Sie:

  • alles zu den globalen Trends in Sachen neue Mobilitätsdienstleistungen,
  • alles zur Serviceperformance der globalen Automobil-industrie und der neuen Mobility Provider.

In der anschließenden Q&A-Session können Sie live Fragen zum Themenkomplex neue Mobilitätsdienstleistungen stellen, die im Anschluss von Prof. Bratzel beantwortet werden.

Datum:    4. Dezember 2020
Uhrzeit:   10.00 Uhr
Dauer:     90 Minuten

Weitere Informationen zum Mobility Services Report finden Sie auf der Homepage: http://www.mobility-services-report.car-it.com/

Webinar: CCI-Studie 2020

Das Fachmagazin carIT präsentiert gemeinsam mit Professor Stefan Bratzel vom Center of Automotive Management (CAM) die Ergebnisse der aktuellen CCI-Studie in einem kostenfreien Webinar.

In diesem 60-minütigen Webinar plus 30 Minuten Q&A erfahren Sie:

  • die Kernaussagen aus der unabhängigen Branchenstudie, die nicht nur die Fachbereiche nutzen können
  • wie die Connected-Car-Innovationen der Autohersteller im globalen Vergleich einzuordnen sind
  • wie die deutsche Automobilindustrie im Bereich Connected Car global aufgestellt ist

In der anschließenden Q&A-Session können Sie live Fragen zum Themenkomplex Connected-Car-Innovationen stellen, die im Anschluss von Prof. Bratzel beantwortet werden.

Dozenten:
Vortragender:             Prof. Stefan Bratzel, Leiter Center of Automotive Management (CAM)
Moderation, Q&A:    Yannick Tiedemann, Cvd carIT und Projektleiter CCI-Studie
Partner:                           Roland Kunz, Cisco Systems

OEM-Innovationen: Top 5 | 3. Quartal 2020

Im 3. Quartal 2020 wurden von den wichtigsten globalen Automobilkonzernen zahlreiche fahrzeugtechnische Innovationen in unsere CAM-AutomotiveINNOVATIONS-Database inventarisiert. Diese dient als Grundlage für unseren jährlich erscheinenden AutomotiveINNOVATIONS Report, in welchem wir die Innovationsfähigkeit der globalen OEMs analysieren und bewerten. Für das 3. Quartal 2020 konnten fünf besonders interessante Innovationen identifiziert werden.

1. Mercedes-Benz DRIVE PILOT

Die gesamten Factsheets der Top 5 Innovationen des 3. Quartal 2020 können Sie kostenlos unter folgendem Link downloaden:

https://auto-institut.de/wp-content/uploads/2020/11/2020_Q3_Factsheets.pdf

Hier geht es „Modular Innovation Toolkit“ (MIT) des CAM: https://auto-institut.de/mit/

Weitere Informationen zur AutomotiveINNOVATIONS Studie: https://auto-institut.de/automotiveinnovations/

Connected Car Innovation (CCI) 2020

Volkswagen wieder innovativster Connected-Car-Player

Volkswagen-Konzern erobert Spitze des Innovationsrankings zurück – Tesla dominiert beim autonomen Fahren – OEMs zeigen sich weniger innovationsfreudig – Automobilexperte Bratzel: Innovationen müssen zur technologischen Reife geführt werden

Hannover. Der Volkswagen-Konzern ist nach einem Jahr Pause wieder der innovationsstärkste Automobilhersteller bei Fahrzeugvernetzung, automatisiertem Fahren und Infotainment/Bedienung. Im neuen Connected-Car-Innovation-Index (CCI) des Center of Automotive Management in Bergisch Gladbach und der Automobil-Fachzeitschrift carIT konnten die Wolfsburger den Premiumhersteller Daimler, der im Vorjahr mit deutlichem Vorsprung das Ranking dominierte, auf Platz zwei verweisen. BMW behauptet sich auf dem dritten Platz vor den US-Autobauern Ford und Tesla sowie den Koreanern von Hyundai. Weit zurückgefallen auf Rang zwölf ist der Geely-Konzern, der sich im Vorjahr noch hinter den Top Drei einreihen konnte. Schwach ist zudem das Abschneiden der absatzstarken Hersteller Fiat Chrysler, Honda und Toyota, die als Low Performer bei Connected-Car-Innovationen zu bezeichnen sind.

Insgesamt zeigen sich die 30 globalen Automobilhersteller bei digitaler Fahrzeugtechnologie weniger innovationsfreudig als in den Vorjahren. Trotz eines weiterhin hohen Niveaus sackte der Anteil der Connected-Car-Neuheiten im Vergleich zu den Innovationen aller anderen Technologiefelder von 53 auf 46 Prozent ab. Absolut ging die Zahl der CC-Innovationen von rund 650 in den Vorjahren auf 576 in diesem Jahr zurück, wie das CAM ermittelte. „Viele OEMs fokussieren sich mittlerweile auf die Elektrifizierung ihres Modellportfolios,“ erklärt Studienleiter und CAM-Direktor Prof. Stefan Bratzel. „Innovationen im Connected-Car-Bereich haben eine Art Plateau erreicht, auf dem sie erst einmal zu einer gewissen technologischen Reife geführt werden müssen.“

Die Rückeroberung des Innovationsthrons verdankt Volkswagen derweil einer beispiellosen Marken-, Segment- und Modellvielfalt, innerhalb derer zahlreiche Weltneuheiten bei Fahrerassistenz- und Sicherheitssystemen, Bedien- und Anzeigekonzepten sowie Informations- und Kommunikationssystemen auf den Markt gebracht wurden. Dabei ist Konzerntochter Audi nicht mehr der Innovationsmotor im Unternehmen: Die Ingolstädter steuern nur noch ein wenig mehr als ein Drittel der CC-Innovationsstärke bei, während die Kernmarke VW dank Neuheiten in Golf VIII und Passat (Facelift) mittlerweile fast die Hälfte ausmacht. „Audi konnte im Bewertungszeitraum keine nennenswerten Fahrzeugvorstellungen präsentieren und leidet momentan zudem unter der Unruhe in der Unternehmensführung“, sagt Stefan Bratzel.

Zum ersten Mal hat das Center of Automotive Management auch einen detaillierten Blick auf die einzelnen Technologiefelder geworfen, aus denen sich der CCI-Index zusammensetzt. „In der aktuellen Studie konnten wir zwar insgesamt einen leichten Rückgang der CC-Innovationen feststellen – eine Entwicklung, die jedoch nicht auf den Bereich Fahrerassistenz zutrifft“, betont Bratzel. Dessen Anteil hat sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 23 auf 27 Prozent erhöht. „Das verwundert mich wenig, denn die Hersteller pumpen viel Geld in die Weiterentwicklung des automatisierten Fahrens, der Cashcow der Zukunft,“ so der Automobilexperte.

Vorne mit dabei ist hier E-Autobauer Tesla: Die Kalifornier konzentrieren sich fast ausschließlich auf Technologien des teil- und hochautomatisierten Fahrens bis SAE Level 2+. Bestes Beispiel: Das System „Navigate on Autopilot“, mit dem Teslafahrer auf dem Highway ohne Zutun automatisch die Spur wechseln können, ist im zweiten Jahr infolge die am höchsten bewertete Serieninnovation im CCI-Index. „Gemessen an der geringen Zahl der Baureihen, dem weiterhin marginalen Absatz und Umsatz, ist die Performance der Kalifornier immer wieder beeindruckend“, unterstreicht Studienleiter Stefan Bratzel.

Weitergehende Analysen und Hintergründe zur Connected-Car-Innovation-Studie 2020 und das PDF zum Download sind unter https://auto-institut.de/connectivity/ und www.cci.car-it.com abrufbar.

Hintergrund zur Studie: Der Connected-Car-Innovation-Index ist eine jährlich durchgeführte Studie, die die Leistungs- und Innovationsstärke von 30 Automobilherstellern (Connected-Car-Index) und deren Heimatländern (Länderindex) in den Bereichen vernetztes Fahrzeug und Mobilitätsdienstleistungen anhand verschiedener Indikatoren empirisch erhebt und vergleicht. Alle Innovationen weltweit werden vom Center of Automotive Management (CAM) in Bergisch Gladbach erhoben und ausgewertet. Im Fokus stehen fahrzeugtechnische Innovationen, die in Bezug zur Vernetzung des Fahrzeugs mit seiner Umwelt oder seinen Insassen stehen. Daneben gibt es Bewertungsfaktoren wie Marktstärke der Autohersteller sowie Dienstleistungs- und Service-Innovationen. Weitere Daten zur Studie steuert Partner Cisco bei.