Auto-Universe: The Connected Car Players 2021

  • Das Auto-Universum 2021 vergleicht die Positionierung und LeistungsfĂ€higkeit wesentlicher Unternehmensgruppen im Zukunftsfeld Connected Car (CC).
  • Innerhalb des Universums sticht Tesla als einziger Automotive OEM heraus, der in puncto Marktkapitalisierung zu den Top 4 Apple, Microsoft, Amazon und Alphabet aufschließt.
  • KĂŒnftig wird die Konkurrenz zwischen etablierten Automobilherstellern und Unternehmen anderer „Universen“ wie Digital Player und Mobility Provider um die MobilitĂ€t der Zukunft weiter zunehmen.

Das bisherige „Universum“ der Automobilbranche, indem die etablierten Automobilhersteller die dominante Rolle innehaben und fast im Alleingang die Spielregeln bestimmen, löst sich schrittweise auf. Neue Akteursgruppen drĂ€ngen mit hoher Dynamik in die Auto- und MobilitĂ€tswelt, die sich dadurch grundlegend verĂ€ndert. Hierzu zĂ€hlen „Mobility Provider“ wie Uber und Lyft oder „Big Data Player“ wie Apple, Alphabet und Baidu. Allerdings agieren diese neuen Akteure nicht nach den Spielregeln und Prinzipien des alten Auto-Universums. Da sich die MobilitĂ€tsbranche von einer bislang dominanten Hardware-Orientierung hin zu einer Software- und Dienstleistungsorientierung entwickelt, stoßen die „Paralleluniversen“ zunehmend aufeinander. Das ist das Ergebnis einer Studie des Center of Automotive Management (CAM) bei der die aktuelle Positionierung und LeistungsfĂ€higkeit von großen Akteursgruppen verschiedener Universen in den Bereichen „Connected Car“ und „MobilitĂ€tsdienstleistungen“ analysiert wurden. Im Poster „Auto Universe 2021: The Connected Car Players“ sind die wichtigsten Ergebnisse kompakt zusammengefasst.

Marktkapitalisierung: Tesla als einziger Automobilhersteller auf Niveau der großen Big Data Player

Die Akteure der verschiedenen Universen differieren erheblich bei der Marktkapitalisierung, was an der GrĂ¶ĂŸe der als „Planeten“ dargestellten Unternehmen gut abgelesen werden kann (vgl. Abb. 1). WĂ€hrend selbst bei großen Automobilherstellern wie Ford, General Motors oder BMW die aktuelle Marktkapitalisierung weit unter umgerechnet 100 Mrd. Euro liegt, erreichen Big Data Player wie Alphabet, Amazon und Microsoft mehr als das Zehnfache. Auch die Unternehmensbewertung großer Mobility Provider bzw. Start-ups wie Uber oder Didi Chuxing ist höher als die vieler etablierter Autobauer. WĂ€hrend die Bewertung der meisten Automobilhersteller seit Jahren nahezu stagniert, kann einzig der US-Elektroautopionier Tesla an die weiterhin zunehmende Börsenbewertung der Digital Player anknĂŒpfen. Insgesamt muss sich aber die große Mehrheit der Automobilhersteller mit „Angreifern“ aus den Paralleluniversen auseinandersetzen, die meist sehr viel stĂ€rker sind als sie selbst.

Abbildung 1: Auto Universe 2021: The Connected Car Players

Quelle: CAM / AutomotiveIT   Kostenfreies Poster in Kooperation mit CarIT und Cisco Systems hier downloaden

InnovationsstĂ€rke der Automobilhersteller im Bereich „Connected Car“ wird immer wichtiger

Im Universum der Automobilhersteller spielt fĂŒr deren ZukunftsfĂ€higkeit der Bereich „Connected Car“ eine immer wichtigere Rolle. Darunter werden vernetzungsrelevante Neuerungen aus den Technologiefeldern Sicherheitssysteme/ADAS, Informations- und Kommunikationssysteme sowie Bedien- und Anzeigekonzepte verstanden. WĂ€hrend aus der CAM Innovations-Datenbank im Zeitraum von 2009 bis 2014 rund 1.800 fahrzeugtechnische Innovationen hervorgingen, konnten zwischen 2015 bis 2020 bereits knapp 3.400 einzelne Innovationen in den drei Technologiefeldern empirisch ermittelt werden. Insgesamt entfallen mittlerweile ĂŒber 50 Prozent aller Innovationen der Hersteller auf die Connected-Car-Bereiche. Die InnovationsstĂ€rke der Automobilhersteller im Bereich Connected Car wurde auf Basis der Neuheiten durch einen Indexwert abgebildet. Die Rangfolge wird in der Abbildung (Poster) als Umlaufbahn dargestellt, d.h. die InnovationsstĂ€rke der OEMs steigt mit der NĂ€he zur „Sonne“. Der Volkswagen-Konzern ist danach im Kalenderjahr 2020 der innovativste Autohersteller im CC-Bereich und kommt mit seinen 34 Innovationen auf eine InnovationsstĂ€rke von 87 Indexpunkten. Den zweiten Rang belegt Daimler mit rund 77 Punkten und liegt damit deutlich vor dem Kernwettbewerber BMW, welcher mit 54 Indexpunkten den dritten Platz erreicht. Tesla kommt mit 32 Indexpunkten nicht ĂŒber den neunten Platz hinaus, wĂ€hrend die chinesischen Großkonzerne Great Wall und SAIC die RĂ€nge vier und sieben belegen.

Big Data Player erweitern ihre digitalen Ökosysteme auf den Bereich (Auto-)MobilitĂ€t

Spieler aus dem Universum der Internet-Plattformen erweitern ihre digitalen Dienstleistungen auf den Bereich Auto und MobilitĂ€t. Alphabet (Google) betreibt MobilitĂ€tsportale und ist mit Waymo nach wie vor stĂ€rkster Player im Bereich Autonomes Fahren. Chinesische Internetgiganten wie Baidu, Tencent und Alibaba dominieren mit Ihren Plattformen den Großteil des relevanten Datenverkehrs. Damit kontrollieren diese Player den digitalen Kundenkontakt. In der Abbildung sind die Internet-Player anhand ihrer KompetenzstĂ€rke im Bereich der ZukunftsmobilitĂ€t geordnet. Das Big Data Universum wird im Wesentlichen von den US-Konzernen Alphabet, Apple, Amazon und Microsoft dominiert. Diese Unternehmen gehören zu den weltweit wertvollsten Firmen und ĂŒbertreffen die Börsenwerte der Automobilhersteller und Zulieferer oftmals um ein Vielfaches. Angesichts der höheren ProfitabilitĂ€t des DatengeschĂ€fts ist nicht zu erwarten, dass die Big-Data-Player die Automobilindustrie in deren angestammten GeschĂ€ftsfeld – der Automobilproduktion – angreifen werden. Vielmehr sind die Datendienstleister dabei, das GeschĂ€ft mit den weit profitableren (MobilitĂ€ts-)Dienstleistungen rund um Daten- und Software weiter zu erschließen. Sie sind bereits jetzt zu ernstzunehmenden Konkurrenten  – aber auch Kooperationspartner – der Automobilhersteller geworden.

Betreiber digitaler MobilitÀts-Plattformen werden immer stÀrker

Wichtige Player im neu entstehenden Mobility Universum werden kĂŒnftig Plattform-Anbieter von MobilitĂ€tsdienstleitungen sein. Im aktuellen „MobilitySERVICES Report 2021“ wurden rund 400 einzelne MobilitĂ€tsdienstleistungen analysiert und bewertet. Gesamthaft erreichen Uber und Didi Chuxing die höchste ServicestĂ€rke. Die fĂŒhrenden Unternehmen entwickeln zunehmend umfassende „Ökosysteme einer Sharing-MobilitĂ€t“, die auf ihren Digital-Portalen nicht mehr nur diverse Fahrdienste, sondern weitere Services wie Liefer- oder Logistikdienstleistungen kombinieren. ZusĂ€tzlich werden neue GeschĂ€ftsfelder wie Leasing oder Ladedienste fĂŒr Elektroautos aufgebaut. Der MarktfĂŒhrer Didi hat z.B. den chinesischen Automobilhersteller BYD beauftragt nach seinen Vorgaben ein speziell fĂŒr den Sharing-Bereich zugeschnittenes Elektrofahrzeug entwickeln und bauen zu lassen. DarĂŒber hinaus engagiert sich das Unternehmen intensiv im Bereich des autonomen Fahrens. Die Entwicklung der Unternehmenswerte von Dienstleistern wie Uber oder Didi ist enorm und ĂŒbersteigt die Unternehmenswerte der meisten etablierten Automobilhersteller. FĂŒr die Automobilhersteller, die sich auch zu MobilitĂ€tsdienstleistern weiterentwickeln wollen, sind die Mobility Provider wichtige Wettbewerber bzw. Kooperationspartner.

Etablierte und neue Automobilzulieferer im Wettbewerb um das Connected Car

Angestammte und neue Automobilzulieferer sind weitere wichtige Player im Bereich Connected Car. Sie könnten im neuen Mobility Universum zu den „Hidden Champions“ werden, wenn sie die richtigen Wachstums- und Zukunftsfelder der Vernetzung und des autonomen Fahrens adressieren. Diese First-Tier-Supplier sind im Automotive-Bereich weniger sichtbar als Automobilhersteller, entwickeln und produzieren aber viele von den OEMs an den Endkunden verĂ€ußerte CC-Innovationen. Hinsichtlich des Umsatzes im Automotive-Bereich liegen Bosch, Denso, Continental, ZF und andere angestammte Zulieferer vorn und nutzen dieses Potenzial fĂŒr ihre InnovationstĂ€tigkeit im Bereich Connected Car. Neue Player aus der Unterhaltungselektronik wie Nvidia und Mobileye (Intel) haben sich in kurzer Zeit zu wichtigen Zulieferern der Branche entwickelt, was u.a. an der hohen Marktkapitalisierung abgelesen werden kann.


Studienleiter Stefan Bratzel: „Die Unternehmen befinden sich nicht mehr nur innerhalb ihres eigenen Universums im Wettbewerb, sondern konkurrieren zunehmend auch mit den Spielern der anderen Universen. Insgesamt kommt es zu einem „Kampf der Welten“ um die Vorherrschaft bei der MobilitĂ€t der Zukunft. Langfristig entsteht ein neues „Auto-Mobility Universe“, das von wenigen Akteuren kontrolliert wird.“

Weitere Informationen: https://auto-institut.de/connectivity-2/

Welt: Hier sind E-Autos schon gĂŒnstiger als Verbrenner

Das Jahr 2022 wird dem Elektroauto in Deutschland endgĂŒltig den Durchbruch bescheren. Immer mehr GrĂŒnde sprechen fĂŒr den Stromer, wie Studien zeigen. Gleichzeitig offenbart sich, dass sich ein Verbrenner wirtschaftlich immer weniger lohnt. 0

Nach dem rasanten Aufstieg der ElektromobilitĂ€t in diesem Jahr steuert Deutschland 2022 auf neue Rekorde bei den Neuzulassungen von Elektroautos zu. Wie eine Auswertung des Center of Automotive Management (CAM) von Stefan Bratzel zeigt, ist der Marktanteil reiner E-Autos seit Januar nahezu jeden Monat gestiegen. FĂŒr den aktuellen Monat rechnet der Autoexperte mit einem E-Anteil von 23 Prozent an allen Neuzulassungen. Im kommenden Jahr soll seiner Prognose zufolge jedes vierte neu verkaufte Auto mit einem Elektromotor unterwegs sein. Die gute Nachricht wird jedoch von einem großen Problem getrĂŒbt.

Mehr lesen unter: https://www.welt.de/wirtschaft/plus235710152/Elektromobilitaet-2022-wird-fuer-Deutschland-das-Jahr-des-E-Autos.html

Bild.de: E-Auto-Boom

So vergurkt die Politik den E-Auto-Boom

Verkehrsforscher und E-MobilitĂ€tsexperte Prof. Dr. Stefan Bratzel (54) nennt diese Entwicklung gegenĂŒber BILD „bedenklich“, warnt: „Eigentlich mĂŒsste es umgekehrt sein. Die Ladeinfrastruktur mĂŒsste vorausgehen, damit sich mehr Leute fĂŒr E-Autos interessieren.“ Das grĂ¶ĂŸte Problem laut Bratzel: bĂŒrokratische Genehmigungsverfahren.

https://www.bild.de/politik/inland/politik/vollgas-fuers-klima-vergurkt-die-politik-den-e-auto-boom-78449766.bild.html

Focus online: Elektro-Studie

Mit 350.000 verkauften Stromern wird 2021 ein neues Rekordjahr. 2022 sollen es laut Prognosen 450.000 sein, plus Hybride. FĂŒr die PlĂ€ne der Ampel-Regierung braucht es allerdings 1,6 Millionen Stromer pro Jahr – und es werden viel zu wenig LadesĂ€ulen gebaut.

Das E-Auto rast derzeit dem Verbrenner davon: 2021 werden in Deutschland bis Jahresende voraussichtlich reine 350.000 Elektrofahrzeuge neu zugelassen worden sei. „Dies entspricht fast einer Verdopplung des Marktanteils von 6,7 auf 13 Prozent“, sagt Professor Stefan Bratzel vom Center of Automotive Management (CAM). Dazu kommen rund 330.000 Plug-In-Hybride, so dass es insgesamt 680.000 Autos mit Stecker sind.

https://www.focus.de/auto/news/autoabsatz/tesla-model-3-meistverkaufter-stromer-elektroauto-markt-waechst-doch-2022-muss-sich-der-absatz-fuer-ampel-plaene-vervierfachen_id_25555348.html

E-MobilitÀt in Deutschland 2021

  • Das Jahr 2021 wird mit einem Rekord in Deutschland von rund 350.000 Pkw-Neuzulassungen fĂŒr reine Elektrofahrzeuge (BEV) enden; fĂŒr das Jahr 2022 wird mit weiterem Wachstum der BEV- Neuzulassungen auf 450.000 Pkw gerechnet
  • MarktfĂŒhrer von reinen Elektrofahrzeugen ist die Marke VW; meist verkauftes Modell ist das Tesla Model 3; große Unterschiede zwischen Automobilherstellern bei der Elektroquote
  • Die Gesamtzulassungen sind im Deutschland im Jahr 2021 mit rund 2,65 Mio. Pkw so niedrig wie zuletzt im Jahr 1985.

In Deutschland werden im Gesamtjahr 2021 rund 350.000 Neuzulassungen von reinen Elektrofahrzeu- gen (BEV) realisiert werden (+80%). Dies entspricht fast einer Verdopplung des Marktanteils von 6,7 auf 13 Prozent. Nach 11 Monaten liegen die BEV-Neuzulassungen bei 307.000 Fahrzeugen (Marktanteil 12,8%). Im November 2021 wurde mit ĂŒber 40.000 Neuzulassungen ein Spitzenwert beim Marktanteil von reinen E-Fahrzeugen von 20,3 Prozent erreicht, was einer Verdopplung zum Vorjahresmonat dar- stellt. Der BEV-Marktanteil hat sich nach der Erhöhung der ElektroprĂ€mien von 3,7 Prozent im Juni 2020 fast kontinuierlich erhöht (vgl. Abb. 1). Treiber ist neben der Förderung auch die zunehmende VerfĂŒgbarkeit von entsprechenden Modellangeboten der Automobilhersteller. Das zeigen die neues- ten Auswertungen des „Electromobility Report 2021“ des Center of Automotive Management (CAM) in Bergisch Gladbach, indem die Markt-, Absatz- und Innovationstrends der E-MobilitĂ€t regelmĂ€ĂŸig bilanziert werden.Deutschland wird im Jahr 2021 nach China und den USA der drittgrĂ¶ĂŸte Einzelmarkt fĂŒr reine Elektro- fahrzeuge. In China wird fĂŒr das Gesamtjahr mit rund 2,7 Mio. Elektro-PKWs gerechnet. Bis Ende No- vember wurden bereits 2,3 Mio. BEVs verkauft, was einem Marktanteil von 12 Prozent entspricht. FĂŒr die USA schĂ€tzt das CAM die BEV-AbsĂ€tze im Gesamtjahr auf rund 440.000 Pkw.

MarktfĂŒhrer bei reinen Elektrofahrzeugen in Deutschland ist die Marke VW gefolgt von Tesla, Renault, Hyundai und Smart. Von Januar bis November 2021 setzte VW rund 64.000 Pkw ab, wĂ€hrend Tesla auf 33.000, Renault auf 26.000 und Hyundai auf 24.000 Elektro-Pkw kommt.

  • Bei Volkswagen ist der VW Up mit 25.454 Fahrzeugen noch vor dem ID3 (25.201) und dem ID4(11.384) das meistverkaufte Modell.
  • Bei Tesla dominiert mit 29.166 Fahrzeugen das Model 3, das gleichzeitig das meistverkaufte Elekt-rofahrzeug darstellt. Das Model Y von Tesla liegt bereits bei einem Absatz von 3.834 Fahrzeugen.
  • Renault kommt mit dem Zoe auf 20.165 Fahrzeuge und dem Twingo auf 6.036 Pkw.
  • Bei Hyundai verkauft sich der Kona vor dem Ioniq5 am besten mit 16.069 bzw. 5.825 Pkw.

Abbildung 1: Neuzulassungen von Elektrofahrzeugen (BEV) in Deutschland 2020/2021 YTD

Quelle: KBA, CAM Electromobility Report 2021; Dez 2021=CAM Prognose

Die Bedeutung von reinen Elektrofahrzeugen fĂŒr den Gesamtabsatz in Deutschland differiert zwischen Automobilherstellern erheblich. Neben den reinen Elektrofahrzeugherstellern wie Tesla, Smart oder Polestar liegt bei einigen Marken der Elektroanteil an den Neuzulassungen weit ĂŒber dem Durchschnitt von 12,8 Prozent. Bei Renault und Hyundai machen BEVs bereits 28 bzw. 24,7 Prozent ihres Gesamt- absatzes in Deutschland aus, und auch bei Peugeot und Mini liegt die Elektroquote deutlich ĂŒber 20 Prozent. Signifikant ĂŒber dem BEV-Marktdurchschnitt liegen auch VW, Fiat, Kia sowie Nissan und Honda. Bei Porsche ist bereits fast jeder sechste Fahrzeugverkauf (17,4%) ein reines Elektroauto (Taycan) (vgl. Abbildung 2). Hersteller, die bereits ein attraktives BEV-Portfolio aufgebaut haben, können damit von einem starken Nachfragewachstum in Deutschland profitieren.

DemgegenĂŒber ist bei vielen Herstellern der (reine) Elektroanteil an den Neuzulassungen noch gering. Dazu zĂ€hlen insbesondere die deutschen Premiumhersteller BMW (6,8%), Audi (7,5%) und Mercedes (5,2%), bei denen die VerkĂ€ufe der Plug-in-Hybride (PHEVs) die BEVs um mehr als das Doppelte (BMW, Audi) bzw. FĂŒnffache (Mercedes) ĂŒberschreiten. Niedrige BEV-Anteile weisen auch Volumenmarken wie Seat (4,1%), Volvo (2,6%) oder etwa Ford (1,9%) auf, die wiederum ein Vielfaches an PHEVs abset- zen. Mazda und der Low-Cost Spezialist Dacia haben keine PHEV-Modelle im Angebot, die BEV-Ver- kĂ€ufe von Einzelmodellen wie des MX-30 oder des Modells Spring summieren sich auf 8,7 bzw. 6,3 Prozent ihrer Neuzulassungen.

Beim japanischen WeltmarktfĂŒhrer Toyota spielt die reine ElektromobilitĂ€t praktisch noch keine Rolle: Nur 45 Elektrofahrzeuge der Marke Toyota bzw. 41 Lexus wurden bislang im Jahr 2021 in Deutschland zugelassen, ihre BEV-Quote ist entsprechend vernachlĂ€ssigbar. Selbst der PHEV-Anteil ist mit 3,6 Pro- zent sehr niedrig. Allerdings kĂŒndigte Toyota vor kurzem an, 30 BEV-Modelle bis zum Jahr 2030 anzu- bieten, was einem Strategiewechsel gleichkommt.

Abbildung 2: Absatz von Elektrofahrzeugen (BEV) und Anteil am Gesamtabsatz der Automobilhersteller (Marken)

Quelle: CAM
Hierzu Stefan Bratzel: „Deutschland positioniert sich immer stĂ€rker als Elektrofahrzeugmarkt. Derzeit liegen die Neuzulassungen von reinen Elektrofahrzeugen nur leicht vor den Plug-in-Hybriden, die sich im Gesamtjahr auf rund 330.000 Neuzulassungen summieren werden. Zusammengenommen werden damit rund 680.000 Elektro-Pkw neu auf die Straße kommen, wodurch Deutschland nach dieser ZĂ€hl- weise im weltweiten Vergleich sogar der zweitgrĂ¶ĂŸte Einzelmarkt der ElektromobilitĂ€t ist.“

Quelle: CAM
Hierzu Stefan Bratzel: „Deutschland positioniert sich immer stĂ€rker als Elektrofahrzeugmarkt. Derzeit liegen die Neuzulassungen von reinen Elektrofahrzeugen nur leicht vor den Plug-in-Hybriden, die sich im Gesamtjahr auf rund 330.000 Neuzulassungen summieren werden. Zusammengenommen werden damit rund 680.000 Elektro-Pkw neu auf die Straße kommen, wodurch Deutschland nach dieser ZĂ€hl- weise im weltweiten Vergleich sogar der zweitgrĂ¶ĂŸte Einzelmarkt der ElektromobilitĂ€t ist.“

Abbildung 2: Absatz von Elektrofahrzeugen (BEV) und Anteil am Gesamtabsatz der Automobilhersteller (Marken)

Quelle: CAM

Hierzu Stefan Bratzel: „Deutschland positioniert sich immer stĂ€rker als Elektrofahrzeugmarkt. Derzeit liegen die Neuzulassungen von reinen Elektrofahrzeugen nur leicht vor den Plug-in-Hybriden, die sich im Gesamtjahr auf rund 330.000 Neuzulassungen summieren werden. Zusammengenommen werden damit rund 680.000 Elektro-Pkw neu auf die Straße kommen, wodurch Deutschland nach dieser ZĂ€hl- weise im weltweiten Vergleich sogar der zweitgrĂ¶ĂŸte Einzelmarkt der ElektromobilitĂ€t ist.“

Die VerlĂ€ngerung der Förderung wird auch im Jahr 2022 die Nachfrage beflĂŒgeln. Das CAM erwartet fĂŒr 2022 Neuzulassungen von rund 450.000 BEV und 400.000 PHEV. Eine große Herausforderung bleibt die Ladeinfrastruktur, die die Akzeptanz von E-Fahrzeugen und den kĂŒnftigen Markthochlauf bremsen könnte.

Insgesamt werden in Deutschland im Jahr 2021 aufgrund der Chip-Krise jedoch nur 2,65 Mio. Pkw neu zugelassen werden (-9,2%). Die Gesamtzulassungen sind damit so niedrig wie zuletzt im Jahr 1985. FĂŒr das Jahr 2022 wird mit einer Verbesserung der Teileversorgung und einer deutlichen Belebung des Gesamtmarktes auf 3,25 Mio. gerechnet.

For more information: https://auto-institut.de/e-mobility/

Kontakt

Center of Automotive Management (CAM) Prof. Dr. Stefan Bratzel
Tel.: (02202) 28 57 70
E-Mail: stefan.bratzel@auto-institut.de www.auto-institut.de