Tagesthemen, E-Fuels

Im Pkw-Bereich sind batterieelektrische Fahrzeuge die effizienteste Lösung, die sich im Vergleich zu Verbrenner/E-Fuels für Verbraucher aus Gesamtkostensicht durchsetzen werden. Verbrenner wird es noch lange geben – aber im Vergleich zu Elektroautos wächst die Preisdifferenz (u.a. Betriebs-, Servicekosten).
Wir brauchen E-Fuels – dort, wo eine direkte Elektrifizierung nicht möglich ist (Flugverkehr, Schiffsverkehr), ggf. auch zur Kraftstoff- Beimischung des Bestandes – falls ab 2040 genügend E-Fuels vorhanden sind (was den Sprit wiederum verteuern wird).
Ansonsten lenkt die Debatte ab von den großen Herausforderungen und Hausaufgaben rund um E-Mobilität: Ladeinfrastruktur, bidirektionales Laden, Rohstoffe/Lieferketten, Übertragungs-/Verteilnetzausbau, Ökosystem E-Mobilität etc.
Ich würde mir wünschen, dass sich alle vermehrt um die Hausaufgaben kümmern (die leider selten Schlagzeilen machen).
Einige Anmerkungen:
📻 https://lnkd.in/eP8dv3Di
📺 https://lnkd.in/egMwwgWd

Podcast RND: Kampf der Welten – Die Zukunft der Mobilität

Hochspannend sind die Insights die Professor Stefan Bratzel gibt: Autohersteller müssen neue Kompetenzen an den Tag legen um erfolgreich zu sein und um überhaupt zukunftsfähig zu sein. Mit seinem Auto-Institut veröffentlicht er jährlich den Innovationsindex. Hier wird gemessen, wie stark über 80 Hersteller aus der ganzen Welt in den Bereichen Connectivity, Bedien- und Anzeigekonzepte und autonomes Fahren sind.

Kooperationen in den Bereichen sind für OEMs überlebenswichtig – und für viele alteingesessene Unternehmen oftmals ein Kulturschock. Hinzu kommt, dass seit vielen Jahren branchenfremde, aber sehr große Player wie Alphabet auf den Markt drängen.

Ebenfalls ein großes Thema: Vehicle to grid. Was das ist? Reinhören!

Antworten u.a. auf folgende Fragen:
…Warum es einen Kampf der Welten zu neuen Geschäftsmodellen gibt?
…Wie lange dauert es bis wir autonom fahren?
…Was KoKoKO ist und wie wir innovativer werden?

Nicht verraten wird, wer mich während der Aufzeichung angerufen hat.😁

https://lnkd.in/erUYfNrk

Digitale Fitness in der Mobilitätswirtschaft

Erfolgsfaktor Daten- und Plattformökonomie

„Der digitale Reifegrad deutscher Unternehmen in der Automobil- und Mobilitätsbranche variiert stark“, sagt Prof. Dr. Stefan Bratzel vom Center of Automotive Management über Erkenntnisse einer neuen Studie, die er im Auftrag der Landesagentur e-mobil BW verfasst hat. „Die Zulieferindustrie, das Kfz-Gewerbe, Mobilitätsdienstleister und Verkehrsbetriebe sind in unterschiedlicher Ausprägung von der Digitalisierung betroffen. Doch ist es zwingend notwendig, sich jetzt mit der Nutzung von Daten und Plattformen auseinanderzusetzen, um im globalen Wettbewerb zu bestehen.“

Erfolgsfaktor Daten- und Plattformökonomie

Die von der Landesagentur e-mobil BW heute (16.3.) herausgegebene Studie „Digitalisierung in der Mobilitätswirtschaft“ zeigt die erheblichen Potenziale von Daten- und Plattformökonomien für alle Stakeholder der Branche. Denn digitale Ökosysteme ermöglichen es, Ressourcen effizienter zu nutzen und Prozesse zu optimieren. Sie bieten zudem die Möglichkeit, auf ihrer Basis neue Services und Dienstleistungen zu entwickeln. In anderen Wirtschaftsbereichen zeigt sich auch, dass erfolgreiche Plattformen eine zunehmende Monopolstellung gewinnen und damit etablierte Strukturen verändern. Für die Unternehmen der Automobil- und Mobilitätswirtschaft gilt es nun, diese Entwicklung für sich zu nutzen.

Mindset für datenbasierte Ökosysteme

Die vom Center of Automotive Management verfasste Studie benennt unternehmensinterne und -externe Handlungsempfehlungen, um die digitale Transformation der Mobilitätswirtschaft aktiv zu gestalten und relevante Erfolgsfaktoren zu beachten. Beispielweise zur Neujustierung des Kooperationsumfelds, zur Digitalisierung der (Verkehrs-)Infrastruktur oder auch zum Wandel von Kultur und Organisation im Unternehmen. Denn das kulturelle Mindset in Unternehmensführung und Belegschaft kann den Aufbau datenbasierter Ökosysteme in Unternehmen genauso behindern, wie veraltete und häufig ineffiziente Organisationsstrukturen.

Analyse und Unterstützung vom Land

Wie ausgeprägt aktuell die digitale Fitness bei Automobilherstellern, Automobilzulieferern, dem Kfz-Gewerbe, dem öffentlichen Personennahverkehr und Mobilitätsdienstleistern ist und welche Herausforderungen es für diese Stakeholder gibt, analysiert die Studie eingehend. „Um erfolgreich in der Daten- und Plattformökonomie Fuß zu fassen und um digitale Prozesse, Lösungen und Produkte einzuführen, sollten die Unternehmen auch in Netzwerken kooperieren und neue Wertschöpfungsketten aufbauen“, sagt Franz Loogen, e-mobil BW Geschäftsführer. „Die Landesagentur e-mobil BW bietet dafür zahlreiche Anlaufstellen. Etwa das Cluster Elektromobilität Süd-West oder die Landeslotsenstelle Transformationswissen BW, die beide Mitherausgeber der Studie sind, oder das Netzwerk Intelligent Move.“

e-mobil BW connects: Daten und Plattformen – Was sind die Erfolgsfaktoren für Unternehmen?

Die Kernergebnisse der Studie werden heute im Rahmen der Veranstaltungsreihe „e-mobil BW connects“ in Stuttgart vorgestellt. Die Studienimpulse diskutieren u.a. Prof. Dr. Stefan Bratzel, Franz Loogen sowie Vertreter:innen der EnBW Energie Baden-Württemberg AG und dem Start-up Swarmlogistics mit rund 100 angemeldeten Teilnehmenden. Die Unternehmen zeigen beispielhaft, wie sich die Prinzipien der Daten- und Plattformökonomie auf die Mobilitätswirtschaft übertragen lassen und wie die erforderliche digitale Fitness erreicht werden kann.

Die neue Studie „Digitalisierung in der Mobilitätwirtschaft“ finden Sie online unter: https://lnkd.in/ejawAFm8

www.e-mobilbw.de/service/publikationen